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Lokales

21. November 2017 | 16:54 Uhr

AG: Kolonnade muss erhalten bleiben

vom

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2012 | 11:00 Uhr

Peter Krips vom VVN-Bund der Antifaschisten bringt es auf einen kurzen Nenner: "Wir sind dagegen, den Marienplatz grundsätzlich zu verändern. Denn dann müsste auch das Denkmal verändert werden." Und er begründet das nicht zuletzt auch mit dem finanziellen Aufwand für Dokumentation, Abriss und Neuaufbau der Kolonnade.

Mitglieder der AG Stadtgestaltung und Vertreter vom VVN diskutierten am Dienstagabend das Vorhaben zur Neugestaltung der Wittenberger Straße einschließlich Marienplatz.

Verkehr und Denkmal im Einklang

Das Vorhaben ist Bestandteil des Förderprogramms Stadtumbau Ost, konkret des Teilprogramms Aufwertung. Und eine solche soll verkehrstechnisch wie auch gestalterisch dieser Straßenbereich erfahren, wie Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck bestätigt. Diskutiert wird da auch seitens der unteren Denkmalbehörde und des Landesamtes für Denkmalpflege eine leichte Verschiebung des VVN-Denkmals aus der Achse. Die Stadt will über die Big-Städtebau drei ortsansässige Büros beauftragen, einen Entwurf zu skizzieren, der Denkmal und eine vernünftige Verkehrsplanung in Einklang bringt.

Für die AG Stadtgestaltung und die Mitglieder des VVN steht außer Zweifel: Die Kolonnade muss erhalten bleiben. "Der Säulengang ist ein Stück Stadtgeschichte, ein Stück politische Geschichte", betont Hans-Joachim Schröder. Die architektonische Bedeutung des klassizistischen Halbbogens, der für Perleberg typisch sei, betont Stefan Kunzemann. Sie ist die Sichtachse in die Stadt hinein und heraus. Zudem gebe es auf dem Friedrich-Engels-Platz ein gleiches Areal nur mit anderem historischen Hintergrund, fügt Peter Krips an und verweist auf das Denkmal für die Opfer der Weltkriege.

Kolonnade Mittelpunkt einer eigenständigen Fläche

Eindeutig sprachen sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde für eine Verkehrsberuhigung in dem Bereich rund um das Denkmal aus, ebenso, dass die Kolonnade Mittelpunkt einer eigenständigen Fläche bleiben muss. Und diese darf keineswegs kleiner werden. Veränderungen könne man sich allerdings hinsichtlich der Bepflanzung vorstellen. "Früher wurden die Eiben regelmäßig beschnitten, hatten eine kegelförmige Gestalt. Heute verdecken sie das eigentliche Denkmal", so Peter Krips. Die Kolonnade in ihrer Gestalt aufzuwerten, in dem man sie sichtbarer macht, das hatte zuvor auch Stefan Kunzemann angeregt. Insofern war man sich einig, hinsichtlich der Bepflanzung des Marienplatzes durchaus Veränderungen anzuregen. Die Rede ist da von kleinwüchsigen Koniferen und einer Hecke. Alle diese Vorstellungen und Anregungen will die AG Stadtgestaltung nun auch zu Papier bringen und an die Big-Städtebau bzw. an die Stadt weiterleiten.

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