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Lokales

23. Oktober 2017 | 04:46 Uhr

Ämterhochzeit in der Lewitz abgesagt

vom

svz.de von
erstellt am 07.Sep.2010 | 08:01 Uhr

neustadt-glewe | Das wars. Die hochfliegenden Pläne der Ämter Banzkow und Neustadt-Glewe, eine gemeinsame schlagkräftige Verwaltung in der Lewitzregion zu schaffen, sind gescheitert. "Wir haben erkannt, das wir auf lange Sicht verwaltungsmäßig nicht zusammenkommen werden", kommentiert Jürgen Rosenbrock, der Amtsvorsteher von Neustadt-Glewe. Sein Banzkower Amtskollege Rainer Mönch schränkt ein: "Das heißt aber nicht, dass wir nicht weiter für die Lewitz zusammenarbeiten wollen."

Die Meinungen, was die Rechtsform der künftigen Verwaltung betrifft, gingen zu weit auseinander und waren auch nicht zusammenzubringen. Am 25. August hatte man sich im Amtsentwicklungsausschuss noch einmal zusammengesetzt und einen letzten Versuch gestartet, doch noch einen Konsens zu finden. Vergebens.

Neustadt-Glewe möchte geschäftsführende Gemeinde in einem künftigen Amt bleiben. Die amtsangehörigen Gemeinden nutzten dann die Stadtverwaltung. So lautet der Beschluss der Neustädter Stadtvertretung, denn die Abgeordneten wollen das Heft des Handelns in der Hand behalten.

Das geht beim von Banzkow bevorzugten Modell nicht, dem Amt mit eigener Verwaltung. Die wird vom Amtsvorsteher geleitet. Oberste Dienstbehörde und Dienstvorgesetzter des Amtsvorstehers ist bei diesem Modell der Amtsausschuss.

Wenn auch die Ämterhochzeit endgültig geplatzt scheint, die Tür der Zusammenarbeit ist auch für Neustadts Amtsvorsteher nicht zugeschlagen. "Es gibt schon gute Erfahrungen", sagt Jürgen Rosenbrock und nennt zum Beispiel den Tourismus in der Zeit der Buga. Die werde man weiter nutzen.

Am 28. November 2009 war mitten in der Lewitz, im Jagdschloss Friedrichsmoor, die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet worden, die Grundlage für eine neue Stufe der Zusammenarbeit in der Lewitz werden sollte. Schon damals war man sich einig, dass die 16 000 Einwohner des größeren Amtes ebenfalls nicht ausreichen würden, tragfähige Strukturen für die Zukunft zu schaffen. Für eine gut funktionierende Verwaltung braucht man heute 20 000 bis 30 000 Einwohner. Deshalb war der Blick damals insgeheim schon auf Lewitzanrainergemeinden aus dem Landkreis Parchim gerichtet. Nun also beginnt die Suche von vorn - wenn auch vorerst nicht in Neustadt-Glewe. "Wir suchen momentan nicht. Wenn sich uns jemand anbietet, führen wir gern das Gespräch miteinander", so Rosenbrock.

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