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Dietmar Stuff klagt über zu wenig Hundetoiletten in Güstrow : Adligem Vierbeiner fehlt das WC

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Lambrusco von Möwenwerder, ein Chihuahua, hat ein Problem, wenn er einen Haufen loswerden muss. Da er als adliger Vierbeiner weiß, was sich gehört, fragt er die Stadtverwaltung, wie es in Güstrow um Hunde-WC steht?

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erstellt am 18.Jul.2011 | 07:34 Uhr

Güstrow | Lambrusco von Möwenwerder, ein Chihuahua, hat ein Problem, wenn er einen Haufen loswerden muss. Er wohnt in der Elisabethstraße in Güstrow. Dort sieht es aber mit Hundetoiletten sehr schlecht aus. Da Lambrusco von Möwenwerder als adliger Vierbeiner weiß, was sich gehört und er den Ärger der Menschen kennt, wenn sie in einen solchen Haufen treten, fragt er die Stadtverwaltung, wie es in Güstrow um Hunde-WC steht? "Prinz", wie ihn "Herrchen" Dietmar Stuff privat nennt, hat gegenwärtig besondere Probleme, denn die nächste Hundetoilette steht auf dem Ulrichplatz, in der Baustelle, vom öffentlichen Verkehr durch rot-weiße Zäune getrennt. Sein Vorwurf: "Die Hundetoilette hätte ohne Probleme drei Meter weiter außerhalb des Bauzauns aufgestellt werden können und ich hätte meinen Drang so wie es sich gehört befriedigen können."

Hundesteuer kein Grund, sondern allgemeines Deckungsmittel

Das alles sagt natürlich Dietmar Stuff. Der Güstrower hat speziell für diese Situation auf dem Ulrichplatz kein Verständnis. Aber er kritisiert auch generell zu wenig Hundetoiletten in Güstrow und wenn sie da sind, dann fehlen oft die Tüten. "Da ich das kenne, gehe ich nie ohne Tüte los, denn ich weiß, was sich als Hundebesitzer gehört." Die Stadt vergesse dabei aber wohl, dass er, Dietmar Stuff, regelmäßig Hundesteuer bezahle. Da könne er wohl verlangen, dass Hundetoiletten mit Inhalt vorgehalten werden, zumal es um eine saubere Stadt gehe.

Die Kritik teilt Wiebke Voigt. Wir trafen die Güstrowerin gestern in der Gliner Straße, wo sie wohnt, mit ihren Hundedamen Joyce und Oudi. Gerade war sie dabei, einen kleinen Haufen Hundekot in eine Tüte zu befördern. "Die habe ich immer bei mir, weil es zu wenig Hundetoiletten gibt und oft die Tüten fehlen", erzählte sie. Die Bestätigung fanden wir an der nächsten, auf dem Brunnenplatz. Dort waren keine Tüten vorhanden.

Die SVZ-Hundetoiletten-Tour begann gestern aber auf dem Franz-Parr-Platz. Auch dort im Hunde-WC: keine Beutel. An der Schanze, Brücke Nachtigallenberg, dann der erste Erfolg: Das Hunde-WC vorbildlich bestückt und der Papierkorb gleich darunter. Anders wieder auf dem Gertrudenplatz an der viel besuchten Barlach-Gertrudenkapelle. Ganz in der Nähe lag eine der Tretminen, die alle verärgern.

Die Stadt sagt zu diesem immer wieder aktuellen Thema auf Nachfrage: "Im gesamten Stadtgebiet können Hundehalter den Hundekot in Abfallbehältern entsorgen. Es stehen etwa 300 Abfallbehälter bereit. Zusätzlich hat die Barlachstadt Tütenspender für die Hundehalter aufgestellt. Die meisten davon befinden sich im Stadtzentrum. In der Weststadt sind Tütenspender auf dem Brunnenplatz, dem Ulrichplatz, in der Gliner Sraße, der Kurzen Straße, der Kapellenstraße und zweimal am Bärstämmweg vorhanden."

Die Hundesteuer lässt die Verwaltung nicht als Grund gelten, um mehr Hunde-WC zu fordern. Wie andere Steuern auch sei sie allgemeines Deckungsmittel (Einnahme) im Haushalt der Barlachstadt. Dabei sei es egal, ob die Steuer durch Gesetz oder Satzung festgelegt werde. Wörtlich: "Eine Verwendung der Einnahmen für die Anforderungen und Wünsche der Hundehalter ist rein rechtlich und gesetzlich nicht möglich."

In Güstrow sind 1334 Hunde angemeldet, Stand 6. Juli. Die Einnahmen aus der Hundesteuer hatten im Verwaltungshaushalt 2010 einen Anteil von 0,37 Prozent.

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