Abstrakte Kunst trifft reale Welt

Kunst im Schaufenster: Geschäftsinhaberin Brigitte Kowalsky und Herbert W.H. Hundrich bereiten ihr Projekt vor.W. Pätzold
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Kunst im Schaufenster: Geschäftsinhaberin Brigitte Kowalsky und Herbert W.H. Hundrich bereiten ihr Projekt vor.W. Pätzold

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24. Juli 2010, 01:57 Uhr

Parchim | Schon das Ladenschild stellt klar: In diesem Geschäft in der Parchimer Waagestraße sind Mode, Kunst und Wein als Firmenphilosophie vereint. Für Inhaberin Brigitte Kowalsky war es ein Glücksfall, dass bei Geschäftseröffnung vor fünf Jahren mit der Kunstmeile etwa zeitgleich auch eine spektakuläre Aktion in der Kreisstadt aus der Taufe gehoben wurde. Ihre Schaufenster bieten schließlich beste Voraussetzungen, um als Galerie auf Zeit einem Künstler als Ausstellungsort mitten in der Altstadt zu dienen. Viele Händler sehen es inzwischen genauso und so wuchs die Teilnehmerzahl kontinuierlich. "Wichtig scheint mir, stets nach neuen Herausforderungen zu suchen. Die beste Idee ist kein Grund zum Ausruhen", ist sich Brigitte Kowalsky sicher.

Auch wenn die fünfte Auflage der Parchimer Kunstmeile ein kleines Jubiläum ist, sind die Ansprüche der Organisatoren wieder einmal groß. Schon in der Ausschreibung machen sie Interessenten deutlich: "Die Kunstmeile hat sich zu einer kulturellen Institution in der Region entwickelt".

Brigitte Kowalsky hat sich frühzeitig um einen namhaften Künstler bemüht, um mit ihm gemeinsam in diesem Jahr die Schaufenstergalerie zu gestalten. "Die Arbeiten von Herbert W.H. Hundrich haben mich inspiriert. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass er mir eine Zusage gegeben hat", freut sich die Geschäftsfrau. Sie findet gut, dass diesmal jeder Teilnehmer ohne ein vorgegebenes Thema und ohne Motto Kunst verschiedenster Stilrichtungen zeigen kann. "Das kam mir sehr entgegen. Ich habe mir ein Thema selbst gestellt und werde 111 Aquarelle meiner ,Mecklenburger Reihe zeigen", macht Herbert W.H. Hundrich neugierig. Die Bilder sind jeweils 28 mal 34 Zentimeter groß. Der international agierenden Künstler, den es nach längerem Aufenthalt auf Mallorca vor zwei Jahren ins mecklenburgische Pampin zog, wird ein abstraktes Spiegelbild seiner Eindrücke der neuen Wahlheimat präsentieren.

Und gemeinsam will man noch eins drauf setzen. "Wir laden Fotofreunde ein, sich an der Schau zu beteiligen", sagt Brigitte Kowalsky. Unter dem Motto "Mein schönster Platz in Mecklenburg", kann jedermann ein Foto quasi als Kontrast zur Kunst von Hundrich mit ausstellen. "Jeder darf sich beteiligen, der sich angesprochen fühlt. Es wird dafür auch keine Jury geben", stellt Herbert W.H. Hundrich klar.

Kunstinteressierte dürfen sich schon einmal freuen, können sie doch ab dem 11. September in Parchim quasi im Vorübergehen die Begegnung zwischen abstrakter Kunst und realer Welt genießen.

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