Abschluss eines Pferdetraums

<strong>Begrüßt:</strong> Marlene Mencke, ihr Mann Friedhelm und Annerose Heberlein (von links) heißen die Gäste zur dritten Parade auf ihrem Gestüt willkommen.
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Begrüßt: Marlene Mencke, ihr Mann Friedhelm und Annerose Heberlein (von links) heißen die Gäste zur dritten Parade auf ihrem Gestüt willkommen.

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25. Juli 2010, 05:38 Uhr

Ganschow | Jahrelang hat er die Zügel seiner Pferde in den Händen gehalten. Als Kutscher gab Lothar Schulz die Richtung seiner 15 angespannten Pferde an. Am Sonnabend gab er während seines Auftritts bei der Ganschower Stutenparade in einem bewegenden Moment die Verantwortung des großen Gespannes an seinen Nachfolger Manfred Ulrich ab. Zügel für Zügel wechselten vorsichtig den Kutscher während der Fahrt, bis Ulrich allesamt in den Händen hielt. "Es ist ein großer Schwierigkeitsfaktor so einen großen Zug stehend und fahrend zu beherrschen", sagt Friedhelm Mencke, Inhaber des Gestüts. "Aber er beherrscht die Pferde sofort", so Mencke.

Tausende Menschen kamen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und sogar aus den Niederlanden, um das spektakuläre und kunstvolle Showprogramm des Ganschower Pferdegestüts zu erleben. So auch Jan van der Velde aus Hoogkerk. "Ich bin Mitglied in einem Kutschverein und extra für einen Tag nach Ganschow gekommen, um mir die Gespanne anzusehen", sagte der Niederländer. Neben den Traditionskutschen, dem Wettkampf der Zweispänner, der Vorstellung der Zuchthengste des Gestüts war vor allem das Schaubild der Jubiläumsquadrille bei den Besuchern beliebt. Dabei eroberten 16 Gespanne mit ihren Kutschern und ihrer weiblichen Begleitung in traditioneller Kleidung den Paradeplatz und sorgten in unzähligen Formationen für ein buntes Durcheinander. "Auch die schwerste Figur, die Mühle, bei der mehrere Kutschen nebeneinander im Kreis fahren, beherrschen die Fahrer mühelos", so Mencke. Monatelang hatten sie für diese Figur geübt.

Die zwei römisch gekleideten Amazonen sorgten ebenfalls für staunende Gesichter auf der Tribüne. Mit viel Geschick und Präzision nahmen sie hoch zu Ross kleine Ringe mit einer Lanze auf und schossen mit Pfeil und Bogen auf entfernte Ziele. Auch wenn nicht jeder Schuss ein Treffer war, verblüfften sie doch mit ihrem starken Auftreten. Für Überraschung sorgte außerdem der Auftritt der Hochzeitskutsche. Um den Namen des Gespannes zum Programm zu machen, bat Kutschfahrer Kevin Giffhorn seine langjährige Freundin Tine um ihre Hand. Mit Tränen in den Augen versprach sie ihm das Ja-Wort vor dem gerührten Publikum.

Nach drei erfolgreichen Parade-Wochenenden hat sich das Gestüt am vergangenen Sonnabend in diesem Jahr von seinen Zuschauern mit 100 freilaufenden Stuten verabschiedet. Die galoppierenden Zuchtpferde sorgten mit ihren fliegenden Mähnen und stampfenden Hufen für einen gelungenen Abschied, der Lust auf ein Wiedersehen macht.

Verlosung unseres Verlages: Elsbeth Reichert aus Steinhagen hat zwei Übernachtungen mit Frühstück auf dem Gestüt Ganschow gewonnen.


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