Abschied vom Sommertraum

<fettakgl>Märchengestalten</fettakgl> verzaubern die Besucher des Sommertraums am alten Schloss: hier die kleine Emma (5). <foto>Archiv Jens Griesbach</foto>
Märchengestalten verzaubern die Besucher des Sommertraums am alten Schloss: hier die kleine Emma (5). Archiv Jens Griesbach

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15. Juli 2010, 08:41 Uhr

Güstrow | Wenn morgen gegen Mitternacht zum Abschluss des Sommertraums am alten Schloss über dem Renaissancegarten die letzte Feuerwerksrakete in den Güstrower Himmel steigt, bedeutet das einen Abschied für lange Zeit: Es ist das vorerst letzte Großereignis dieser Art aufgrund der anstehenden Sanierung von Garten und Schloss. Der jährliche Sommertraum ist ein echter Besuchermagnet nicht nur für das Schloss, sondern auch für die Barlachstadt. Im Schnitt bis zu 5000 Menschen wollen sich dieses internationale Kleinkunstfestival unter freiem Himmel nicht entgehen lassen. Kaum eine Veranstaltung in der Region lockt mehr Besucher an.

Wie lange die 16 Millionen Euro teure Sanierung des Schlosses und des Gartens dauern wird, vermag Schlossleiterin Regina Erbentraut nicht zu sagen. Wenn alles fertig ist, sollen die Sommerträume aber weitergehen. "Wenn Güstrow 2014 die Landesgartenschau bekommen sollte, hoffe ich, den nächsten Sommertraum veranstalten zu können", sagt sie. Dieses Sommerereignis gehöre einfach fest in den Güstrower Veranstaltungskalender. Ein bisschen traurig ist Regina Erbentraut schon, dass jetzt eine Pause eintritt, "aber ich freue mich auch auf die Sanierung".

Morgen ab 18 Uhr startet der 13. Sommertraum am alten Schloss. Dann werden der Güstrower Schlossgarten und der Innenhof des Renaissanceschlosses noch einmal Spielort und Kulisse für eines der beliebtesten Kleinkunstfeste der Region. Das bunte Treiben wird veranstaltet vom Staatlichen Museum Schwerin, Schloss Güstrow, und ermöglicht durch viele Sponsoren. Die Agentur bwp aus Hamburg setzt das Ganze auch in diesem Jahr in bewährter Weise in Szene. Zwischen der Öffnung der Kassen um 17 Uhr und dem abschließenden Feuerwerk vor Mitternacht fliegen Teller und Keulen, bezaubern akrobatische Tänze an Seilen und auf Bühnen, entstehen geheimnisvolle Bilder in der Luft und zwischen den Lavendelbeeten. Man trifft auf wilde Drachen und ko(s)mische Vögel sowie auf die anmutige Libelle, die das Güstrower Kinder-Jugend-Kunsthaus extra für den 13. Sommertraum ersonnen hat. Ein farbenprächtiges Märchenspiel (nicht nur) für Kinder und traditionelle japanische Jonglage entführen in ferne Welten. Für die oft beschworene Entschleunigung sorgen die schönsten Schnecken Europas. Und dann sind da noch drei Gartenzwerge. Mit dem notwendigen Gerät schaffen sie Ordnung, harken und gießen.

Auch diesmal gibt sich der Sommertraum international: mit Künstlern aus Frankreich, den Niederlanden, Japan, Kanada, der Schweiz, Spanien und natürlich Deutschland. Um internationale und regionale Genüsse kümmern sich Güstrower Gastronomen auf ihre Weise an sommerlich-bunten Ständen.

Die Besucherzahl ist auf 5000 begrenzt, so Regina Erbentraut. "Daher empfiehlt es sich bei diesem vorläufig letzten Sommertraum, sich die Karten im Vorverkauf zu sichern." Karten im Vorverkauf bei der Güstrow-Information, Telefon 0 38 43/68 10 23, und an der Abendkasse.

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