Abscheulich: Jugendlicher tritt auf geistig behinderte Frau ein

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11. April 2010, 10:16 Uhr

Ludwigslust | Über eine "besonders verabscheuungswürdige" Tat berichtet beim Wochenendgespräch mit der örtlichen Polizei der Leiter der hiesigen Kripo, Thomas Timm. "Am 6. April gegen 20.30 Uhr wurde eine 60 Jahre alte Frau, die auf dem Rad unterwegs war, am Eichkoppelweg von drei unbekannten Jugendlichen angehalten und am Weiterfahren gehindert. Sie schubsten die geistig Behinderte um und mindestens einer der Jugendlichen trat mit den Füßen auf sie ein." Einer der Täter habe ein gelbes Fahrrad geschoben, informiert der Kriminalhauptkommissar weiter. Anschließend hätte das Trio die Radlampe entwendet und das Rad beschädigt. "Am 1. April hatten zwei Jugendliche die Frau fast zur selben Zeit, nämlich um 20.30 Uhr, bereits an der Umgehungsbrücke am Weiterfahren gehindert und ihr das Rad beschädigt. Sie sollen etwa 1.50 bis 1.60 Meter groß sein, von schlanker Gestalt, haben dunkle kurze Haare und sind etwa 14 bis 15 Jahre alt. Wir suchen deshalb nach möglichen Zeugen dieser Körperverletzung", so Timm weiter.

Auch Revierleiter Christian Eichwitz informiert über einen Überfall Am Bassin vom 7. April. "Hier drangen vier unbekannte jugendliche Täter gewaltsam in die Wohnung eines 58-Jährigen ein, schlugen den Mann und forderten Bargeld von ihm. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, bedrohten sie den Geschädigten mit einem Hammer. Da er ihnen kein Geld aushändigte, nahmen sie ihm die ec-Karte weg. Außerdem musste er ihnen die PIN der Geldkarte nennen." Hier ermittle die Polizei nun wegen Körperverletzung, Raub und Bedrohung, so der Polizeioberrat weiter. "Der Mann, der eine Rippenverletzung aufweist, konnte bei seinem Nachbarn dann die Polizei benachrichtigen." Des Weiteren glaubt Eichwitz, dass einige Sachbeschädigungen in der Schlossstraße vom selben Tag auf das Konto der dreisten Jugendlichen gehen. Es seien mehrere Pflanzkübel und Fahrradständern von den Tätern umgestoßen worden. "Außerdem wurden gelbe Säcke, die zur Abholung bereit lagen, zerrissen und deren Inhalt auf der Fahrbahn verteilt", erzählt der Revierleiter. Anwohner oder Passanten, die etwas gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei unter 03874-4110 zu melden. "Es wäre schön, wenn uns die Bevölkerung auf der Suche nach diesen Vandalen unterstützen könnte."

Insgesamt hat die Polizei in der vergangenen Woche 45 Strafanzeigen aufgenommen und 32 Verkehrsunfälle, davon die Hälfte von Wild verursacht, bearbeiten müssen. Aber auch mit alkoholisierten Verkehrsteilnehmern mussten die Beamten sich auseinander setzen. So stieß eine 58-Jährige am 4. April gegen 20 Uhr mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen, nachdem sie von der Straße gerutscht war. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass die Fahrerin laut Alko-Testgerät mindestens 2,48 Promille intus hatte. Am 8. April wurde bei Hornkaten gegen 13.35 Uhr von den Polizisten ein hilfloser Radfahrer aufgegriffen, der sich bis auf etwa 3,0 Promille getrunken hatte. Um 18.55 Uhr prallte bei Warlow ein sturzbetrunkener Radfahrer gegen einen Straßenbaum. Auch er konnte einen beachtlichen Pegel von 2,57 Promille aufweisen. Eichwitz: "Außerdem mussten wir uns am 8. April um 22.46 Uhr in Ludwigslust zum wiederholten Male mit einem alkoholisierten Mann auseinander setzen, der angekündigt hatte, sich das Leben nehmen zu wollen. Er ist unser trauriger Spitzenreiter mit 4,33 Promille. Als wir ihn morgens aus dem Gewahrsam entließen, wies er immer noch 2,5 Promille auf."

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