Abenteuer Kutterangeln auf hoher See

Rehnaer Schüler beim Kutterangeln in Heiligenhafen. Stolz zeigen sie ihren Fang, den sie bei der Dorschjagd erfolgreich aus der Ostsee fischten. torsten richter
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Rehnaer Schüler beim Kutterangeln in Heiligenhafen. Stolz zeigen sie ihren Fang, den sie bei der Dorschjagd erfolgreich aus der Ostsee fischten. torsten richter

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14. Juli 2010, 11:22 Uhr

Rehna | Nach langer Vorbereitungszeit war es endlich soweit - kurz vor Ferienbeginn und nach schweißtreibender Arbeit auf den Radegastwiesen, an der Fischtreppe und am Bauteich ging es "schwer bewaffnet" mit Vorfächern, Ruten und allerlei bunten Angelködern, den so genannten Pilkern, zum Dorschangeln. So bunt wie die Pilker war auch die Schülertruppe. Petrijünger von der 6. bis zur 10. Klasse waren harmonisch vereint. Was im Schulalltag kaum möglich ist, wurde hier erfolgreich praktiziert: Verschiedene Altersstufen lernten sich bei der praktischen Arbeit kennen, nahmen Rücksicht und halfen einander.

Mit noch kleinen verschlafenen Augen ging es um kurz vor fünf Uhr los: ab in die Autos und ran an die Ostsee, war das Motto. Ein erwartungsvoller Tag lag vor den Kindern und Jugendlichen. Schief gehen, konnte eigentlich nichts, denn die Rehnaer Schüler hatten einen Schutzpatron dabei: Schulleiter Uwe Seemann. Er selbst ist ebenfalls leidenschaftlicher Petrijünger und ließ es sich deshalb nicht nehmen, die Schüler persönlich auf ihrem ungewöhnlichen Projekt-Ausflug zu begleiten - Hochseeangeln auf der Ostsee. Angekommen in Heiligenhafen wurde sogleich der Angelkutter "Klaus Peter" gestürmt. Zügig nahmen Schüler und Betreuer ihre Plätze ein und bauten das Angelgeschirr zusammen. Auch Wettergott Petrus meinte es gut mit den Rehnaer Anglern, da die See nahezu ruhig blieb. Bevor die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Betreuern in See stechen konnten, mussten noch einige Angel-Fachgeschäfte gestürmt werden, da noch einige wichtige Angelutensilien fehlten.

Bei herrlichem Wetter ging es vorbei an der Fehmarnsundbrücke. Auf hoher See dann ertönte das lang ersehnte Signal und die Schüler durften ihre Pilker in die Ostseefluten gleiten lassen. Mit viel Ausdauer und Geschick wurden die Fisch-Imitate aus Metall über den Grund bewegt. Es dauerte gar nicht lange, da hingen die ersten Dorsche schon am Drilling.

Erstmalig sollte an diesem Tag auch der Dorsch-König mit einem Pokal geehrt werden. Lange Zeit sah es so aus, als ob der 12-jährige Moritz Stafforst aus Woitendorf (Demern) den Pokal des Tages in seinen Händen halten sollte. Einer seiner Dorsche war 51 Zentimeter lang. Am Ende entschieden fünf Zentimeter über den Sieg, denn Pascal Schneider aus Brützkow angelte einen 56 Zentimeter langen Dorsch und damit stand er als Tagessieger fest. Mit großer Freude nahm Pascal den Pokal in Empfang und wird sich noch lange an den schönen Tag erinnern.

Nach viel Sonne und zahlreichen Dorschen ging ein erlebnisreicher Tag auf hoher See zu Ende und bei manch einem gab es zum Abendbrot leckeres Fischfilet.

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