A 24: Brückenüberbau eingeschoben

<fettakgl>345 Tonnen wiegt   der Stahlüberbau </fettakgl>der neuen Stabbogenbrücke. Mitte November  soll der Neubau   auf der Richtungsfahrbahn  Berlin abgeschlossen sein.
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345 Tonnen wiegt der Stahlüberbau der neuen Stabbogenbrücke. Mitte November soll der Neubau auf der Richtungsfahrbahn Berlin abgeschlossen sein.

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06. Juli 2010, 08:59 Uhr

Ludwigslust/Neustadt | Voraussichtlich werden wir den Stahlüberbau der neuen A-24-Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße am 6. Juli einschieben, "orakelte" Dirk Dannenberg, Bauoberleiter Brückenbau beim Straßenbauamt Schwerin, Anfang April noch. Gestern zeigte sich, wie gut das Timing des StBA war und auch sein musste. "Beim Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg müssen solche großen Maßnahmen natürlich langfristig beantragt werden", sagt Dannenberg. "Und dieser Termin ist von den Firmen nach Möglichkeit zu halten. "

So stand das "Zeitfenster" also von 8 Uhr, gestern morgen bis heute früh 8 Uhr. 24 Stunden, in denen der 345-Tonnen-Stahl-Koloss an Ort und Stelle sein musste. Nicht eine Minute länger sollte die Wasserstraße voll gesperrt bleiben.

Das bedeutete Zeitdruck für die Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Matthäi Leezen und des Stahlbauers MCE Linz aus Österreich. Die Männer begannen früh, als es noch schön kühl war. Als die Sonne um 10 Uhr längst hoch steht, haben sie den Stahlüberbau am Haken des mobilen 800-Tonnen-Krans. Auf der Montagefläche auf der Berliner Seite der Baustelle war der aus zwei Bögen, Längs- und Querträgern sowie den Hängern in den letzten Wochen bereits vormontiert worden. Im Stück erfolgte gestern der Einschub. "Das passiert mit Hilfe eines hydraulischen Anschubs in Längsrichtung", erklärt Dannenberg. Etwa fünf Meter in der Stunde bewegt sich der blaue Doppelbogen - 52 Meter lang, 18 Meter breit, zehn Meter hoch - auf das Widerlager am jenseitigen M-E-W-Ufer zu. "Es läuft prima", sagte Thomas Bauer vom Ingenieurbüro Bauer, Bauoberleitung und Bauüberwachung. "Ich gehe davon aus, dass wir in acht Stunden mit dem Einschub durch sind."

Dann wäre ein Meilenstein dieses Großprojektes des Schweriner Straßenbauamtes, mit dem im September letzten Jahres begonnen worden war und in das ca. 6, 84 Mio Euro investiert werden sollen, geschafft. Fertig ist er nicht.

Im Anschluss an die gestrige Aktion müssen noch die Stahlbetonfertigteile aufgelegt, mit Ortbeton ergänzt, die Abdichtungen und der Asphaltbau gemacht werden. "Wenn alles klappt, sind wir Mitte November mit der Ersatzneubrücke auf der Richtungsfahrbahn Berlin fertig", "orakelt " Dannenberg wieder. Und er spricht nach wie vor von einer Optimierung und damit Verkürzung der Gesamtbauzeit um ca. fünf Monate. Auch deshalb wird im Anschluss gleich die Hamburger Seite in Angriff genommen. Die Wintermonate sollen für Abbruch und Gründungsarbeiten genutzt werden - so dass die neue Brücke Ende 2011 stehen könnte.

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