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Lokales

22. November 2017 | 17:56 Uhr

A 14: Plan für Elbquerung ist fertig

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erstellt am 08.Jan.2010 | 05:52 Uhr

Prignitz | Das Planfeststellungsverfahren für den sensibelsten Bereich der geplanten A 14 ist laut Brandenburger Verkehrsministerium beantragt: Er umfasst die Elbquerung bei Wittenberge und die Anschlüsse an den Abschnitte Wittenberge-Karstädt in Höhe der B 195. Voraussichtlich soll noch im ersten Quartal 2010 das Planfeststellungsverfahren beginnen, kündigte die Pressestelle des Ministeriums an. Damit verbunden wäre eine öffentliche Auslegung der Unterlagen und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Auch im Rathaus der Elbestadt werden sich die Bürger in diese Planungsunterlagen einlesen können, um ihre Anregungen, Bedenken und Kritiken zu Protokoll zu geben.

Noch nicht abgeschlossen sei nach den Worten des Verkehrsministeriums die Planfeststellung für die zwei übrigen Prignitzer Bereiche: Im Sommer 2008 lagen die Unterlagen für Wittenberge-Karstädt und von Karstädt bis zur Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern aus. Über die Anzahl der Einwendungen könne das Ministerium keine Angaben machen, da die Auswertung noch nicht abgeschlossen sei.

Ebenfalls keine Angaben gibt es zu einem möglichen Baubeginn. Die ursprünglichen Planungen sahen diesen einst für 2010 vor. Doch zunächst müsse der Ausgang der Planfeststellungsverfahren abgewartet werden. Brandenburg gehe aber weiter davon aus, dass bis 2015 die Autobahn zu großen Teilen befahrbar sei.

Die Zeitplanung in Sachsen-Anhalt sieht etwas anders aus. Das ergab gestern eine "Prignitzer"-Anfrage an das sachsen-anhaltische Bauministerium in Magdeburg: Auf der Grundlage des gemeinsamen Finanzierungskonzeptes des Bundes mit den drei beteiligten Bundesländern sollen die Ortsumfahrung Colbitz bis zur Anschlussstelle Stendal sowie die Strecke ab Seehausen bis zur Elbequerung Richtung Wittenberge bis 2015 realisiert sein. Erst danach werden laut Magdeburger Ministerium die A 14 zwischen zwischen Stendal und Osterburg und die Querung des Mittellandkanals gebaut.

Zurück zum Brückenschlag der A 14 über die Elbe. Zeitgleich mit Brandenburg soll das Planfeststellungsverfahren auch für den Abschnitt Seehausen bis zur angrenzenden Prignitz stattfinden. " Dies sichere eine parallele Öffentlichkeitsbeteiligung für die länderübergreifende neuen Elbebrücke" sagte gestern Pressesprecherin Birgit Gross aus dem sachsen-anhaltischen Bauministerium.

Den Durchbruch für den Bau der A 14 hat es erst im März 2009 gegeben. Der Bund und die drei beteiligten Länder unterzeichneten eine Vereinbarung über die Finanzierung des 1,3-Milliarden-Euro-Projekts. Diese war notwendig geworden, da die voraussichtlichen Baukosten um mehr als 500 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden geklettert waren. Die Finanzierung kommt jeweils zu 29 Prozent vom Bund, zu weiteren 29 Prozent aus Bundesmitteln, die den Ländern zufließen, sowie zu 42 Prozent aus dem europäischen Fonds EFRE. Sollten in den später geplanten Bauphasen keine EFRE-Mittel mehr fließen, will laut damaligen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) der Bund einspringen. Diese Zusagen hat es allerdings vor der Rekordverschuldung des Bundes im Zuge der Weltwirtschaftskrise gegeben.

Unabhängig von den politischen Plänen hatte der BUND Klagen angekündigt. Sein Ziel sei es, den Bau zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Die Naturschutzorganisation erachtet plädiert für einen Ausbau der Bundesstraßen.

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