A 14: Minister sagt doch Lärmschutz zu

svz.de von
22. Juli 2010, 07:04 Uhr

Dämelow | Verhaltener Jubel in Dämelow: Das Verkehrsministerium lenkt nach anhaltenden Bürgerprotesten ein und kündigt doch Nachbesserungen beim Lärmschutz an der neuen Brücke der Autobahn 14 an. "Es bewegt sich was", sagte gestern Johannes Nagat, der seit Monaten die Aktivitäten von Anwohnern im Dorf mit steuert.

"Wir müssen das Problem angehen", sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann bei einem erneuten Vor-Ort-Termin. Er habe selbst wiederholt an der Brücke Halt gemacht, um sich zu überzeugen. "Die Geräusche sind da", sagt Schlotmann. Auf Einladung der Gemeinde reiste er jetzt mit seinem Stab an, um das Ergebnis einer erneuten Prüfung der Lärmbelästigung selbst zu verkünden. Obwohl für Dämelow nach gesetzlichen Vorgaben kein Anspruch auf Lärmschutz bestehe, da die Schallpegel eben unter Grenzwerten lägen, solle gehandelt werden.

Das Straßenbauamt Schwerin hat vier Varianten erarbeitet, die zwischen 400 000 und 800 000 Euro kosten würden. Favorit: Nachrüstung mit schallschützenden Rauten an den Übergängen zwischen Brücke und Fahrbahn. Dafür müsse die Fahrbahn etwa um bis zu zwei Zentimeter erhöht werden. "Entscheiden muss aber der Bund", betont Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes. Ein Antrag sei gestellt.

Auch das Land werde tun, was in seiner Kraft liegt, so Schlotmann. Gestern gab es einen Termin für das Pflanzen von 108 Bäumen, die den Lärm für Anwohner mindern sollen. "Wir haben einen Anfang", erklärt Johannes Nagat. Er hoffe auf Umsetzung.

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