770 000 Euro für ländliche Räume

von
27. Dezember 2010, 08:29 Uhr

Güstrow | 14 Projekte im Landkreis Güstrow wurden in diesem Jahr über das Leader-Programm gefördert, das teilte die Leader-Aktionsgruppe Güstrow gestern mit. Insgesamt wurden mehr als 770 000 Euro ausgereicht. Für die Region Güstrow nennt Matthias Hantel z.B. das Projekt Erlebniswelten Inselsee. Für den Ausbau einer Bootsanlegestelle in Gutow bekommt die Gemeinde eine Förderung über das europäische Leaderprogramm.

Für das kommende Jahr liegen zehn Anträge vor. Im Oktober, so berichtet der Vorsitzende der Leader-Aktionsgruppe, sei bereits geprüft und bewertet worden. Zum Teil habe die Aktionsgruppe Nachbesserungen gefordert. "Im Januar steht die Prioritätenliste für 2011", kündigt Hantel an. Er geht davon aus, dass auch im nächsten Jahr wieder um die 600 000 Euro für die Entwicklung ländlicher Räume im Landkreis Güs trow zu Verfügung stehen werden.

Auf der Prioritätenlisten wird sich u.a. eine Freizeitsportanlage, die in Lalendorf für Jung und Alt errichtet werden soll, finden. Außerdem könne voraussichtlich eine Informationsleitsystem für den Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide unterstützt werden. Erfreut ist der Vorsitzende der Aktionsgruppe, dass auch eine private Initiative befördert werden kann. "Uns lagen und liegen überwiegend Anträge von Gemeinden und Vereinen vor, aber das Programm kann auch von Unternehmen genutzt werden", betont Hantel. Die Förderung falle zwar prozentual gesehen geringer als bei Gemeinden und Vereinen aus, eine Unterstützung sei aber möglich. Davon profitiert die Familie Grosse beim Aufbau eines Familienhotels in Marienhof. Es entsteht im ehemaligen Gutshaus und bietet neben der Unterkunft auch eine Betreuung für Kinder an.

Hantel fällt auf, dass in der Bützower Region im Vergleich zu anderen in der Vergangenheit sehr viel gefördert wurde. Generell sei man auf eine gleichmäßige Verteilung bedacht. "Aber das kommt auf die Akteure vor Ort an", erklärt Hantel. Besonders wenige Projekte habe man bisher im Amt Laage verzeichnet. Als erfreulich bewertet der Vorsitzende der Leader-Aktionsgruppen, dass in diesem Jahr erste Bewilligungsbescheide bereits im Mai vorlagen - die Bewilligung erfolgt durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu). Die Zusammenarbeit, so hebt Hantel hervor, funktioniere immer besser.

Als Problem sieht Hantel die finanzielle Lage der Kommunen und auch der Vereine. Denn Fördermittel müssen stets mit eigenen finanziellen Mitteln kombiniert werden. "So sei die Zahl der Anträge zwar rückläufig, aber wir mussten noch kein Geld zurückgeben", sagt Hantel und schaut bei allen Problemen optimistisch in die Zukunft: "Für 2011 und 2012 liegen uns Anträge vor, die das finanzielle Volumen für beide Jahre bereits ausschöpfen würden."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen