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Lokales

24. November 2017 | 06:46 Uhr

77 Prignitzer nutzen bisher das Schülerbafög

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erstellt am 26.Jul.2011 | 05:41 Uhr

Prignitz | Auch im kommenden Schuljahr können in Brandenburg Schüler aus einkommensschwachen Familien, die das Abitur oder die Fachhochschulreife anstreben, eine finanzielle Unterstützung des Landes beantragen, das so genannte Schüler-Bafög. Grundlage dafür ist das Brandenburgische Ausbildungsförderungsgesetz.

Im Landkreis Prignitz wurden für das vergangene Schuljahr 77 Anträge entsprechend bestätigt, wie Barbara Nieß, Sachbereichsleiterin Schulverwaltung, Kultur und Sport in der Kreisverwaltung, auf "Prignitzer"-Nachfrage mitteilt. Damit hätten diejenigen, die einen Anspruch haben, diese Möglichkeit auch genutzt. Denn laut dem Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetz, das im vergangenen Jahr verabschiedet wurde, sind finanziell bedürftige Schüler der gymnasialen Oberstufe und des zweijährigen Bildungsgangs zum Erwerb der Fachhochschulreife an der Fachoberschule förderberechtigt.

Wurden mit der Einführung im vergangenen Schuljahr nur Jungen und Mädchen gefördert, die zu dieser Zeit erstmals in diese genannten Bildungsgänge eingetreten waren, so kommen in dem am 15. August beginnenden Schuljahr 2011/2012 jene hinzu, die in diesem Jahr erstmals in diese Bildungsgänge eintreten.

Im Landkreis Prignitz sind laut Schulrat Dieter Menzel vom Staatlichen Schulamt Perleberg derzeit 382 Elft- und Zwölftklässler für das kommende Schuljahr an den drei Gymnasien in Perleberg, Pritz walk und Wittenberge sowie am Oberstufenzentrum Prignitz gemeldet. Ob am 15. August auch wirklich so viele mit dem Unterricht beginnen, bleibe abzuwarten, denn es entscheide sich erfahrungsgemäß immer noch der eine oder andere um. Das bestätigt auch Barbara Nieß. Deshalb rechnet sie auch erst ab dem 15. August mit dem Gros der Anträge für die künftigen Elftklässler.

Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch ruft die Schüler, die die Jahrgangsstufe 10 beendet haben, dazu auf, diese Möglichkeit zu nutzen. "Gute Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", so Münch. "Wir wollen, dass mehr Kinder aus einkommensschwachen Familien das Abitur oder die Fachhochschulreife erreichen und so Aufstiegschancen durch Bildung erhalten - das ist ein entscheidender Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit."

Die Ministerin ist davon überzeugt, dass sich das brandenburgische Schüler-Bafög zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt habe. "Aktuell erhalten rund 1500 Schüler das Schüler-Bafög des Landes."

Die Förderanträge werden in den Landkreisen und kreisfreien Städten bearbeitet. Schüler erhalten - je nach Einkommenssituation der Familie - monatlich 100 oder 50 Euro. Der Zuschuss muss für Kosten eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit dem Schulbesuch stehen.

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