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FC Hansa Rostock : "72 bis 74 Punkte sollten reichen"

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Noch 15 Punkte – und morgen bei Wacker Burghausen sollen drei weitere hinzukommen. So will Fußball-Drittligist Hansa Rostock dem großen Ziel - Aufstieg in die 2. Bundesliga - weiter näher rücken.

svz.de von
erstellt am 03.Mär.2011 | 09:12 Uhr

Rostock | "72 bis 74 Punkte sollten für einen der ersten beiden Plätze reichen", sagt FCH-Trainer Peter Vollmann. Aktuell hat Fußball-Drittligist Hansa Rostock 57 Zähler. Morgen ab 14 Uhr bei Wacker Burghausen sollen drei weitere hinzukommen, damit das große Ziel - Aufstieg in die 2. Bundesliga - wieder ein Stück näher rückt. "Dann hätten wir 60, was für die restlichen Spiele eine sehr gute Ausgangsposition wäre", so der 53-Jährige. Denn nach Burghausen folgen die Kracher gegen den Dritten Offenbach sowie beim Ersten Braunschweig.

Zunächst gilt die Konzentration jedoch den Oberbayern. "Aber das ist ja eine große Stärke der Mannschaft, dass sie auf den Punkt voll da ist, wenn sie denn körperlich auf der Höhe ist", so der Coach.

Im Hinspiel trotzte Burghausen dem FCH beim 1:1 einen Punkt ab. Die Erinnerung an dieses Duell hat Vollmann komplett aus seinem Gedächtnis gestrichen: "Wir brauchen uns nicht mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Es ist eine neue Partie, und wir wollen versuchen, drei Punkte zu holen. Das 1:1 lässt uns ja noch eine Menge Luft nach oben. Und dass der Gegner auch Fußball spielen kann, weiß jeder. Immerhin erzielte er zuletzt recht gute Ergebnisse, waren ordentlich drauf."

Seit drei Begegnungen sind die Gastgeber ungeschlagen, gewannen in Ahlen (1:0) sowie zu Hause gegen Aalen (3:2) und holten bei den heimstarken Erfurtern beim 1:1 einen Zähler. Aufpassen müssen die Rostocker vor allem auf Eric Agyemang, der in jeder dieser Begegnungen traf. Auch im Hinspiel war der Angreifer aus Ghana - insgesamt acht Saisontreffer - erfolgreich.

Nicht nur deshalb erwartet der Rostocker in der Wacker-Arena eine vermeintlich schwierigere Aufgabe als in den anschließenden Top-Duellen: "Die taktische Ausrichtung von Burghausen wird extremer sein als die von Offenbach oder Braunschweig. Diese beiden Mannschaften wollen die Partien auch gewinnen und treten uns offener gegenüber. Da sind die Spielanteile automatisch ausgeglichener. Doch wir bleiben unserer Marschroute treu, blicken nicht zu weit voraus, denn das nächste Spiel ist immer das wichtigste."

Mit Abwehrmann Darlington Omo-diagbe steht zudem ein echtes "Kuriosum" im Kader der Hausherren. Der Deutsch-Nigerianer stieg bereits fünfmal aus der 2. Bundesliga ab: FC Gütersloh (1998/99), SpVgg Unterhaching (2006/07), Carl Zeiss Jena (2007/08), VfL Osnabrück (2008/09) sowie Rot-Weiss Ahlen (09/10). In dieser Saison bringt er es bislang auf 15 Einsätze und zwei Tore. Zuletzt war der 32-Jährige bei Trainer Mario Basler aber nicht mehr erste Wahl. Der frühere Bremer und Münchener Erstliga-Kicker - insgesamt 262 Partien und 62 Treffer, je zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger sowie 1996 unter Bundestrainer Berti Vogts Europameister - galt zu seiner aktiven Zeit als ein schwieriger Charakter. Hansa-Coach Peter Vollmann wäre aber wohl mit ihm klargekommen: "Ich denke, das hätte keine Probleme gegeben." Als Coach sei Basler ihm ein netter Kollege, "wenngleich sein Prominentenstatus als Trainer nicht zählt".

Für die Rostocker war Burghausen bislang ein guter Gegner. In fünf Duellen gab es zwei Siege und drei Remis. Von den beiden Auftritten in der Wacker-Arena gewann Hansa jenes in der Aufstiegssaison 2006/07 mit 1:0. Mit diesem Resultat wäre der FCH morgen sicherlich zufrieden.

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