zur Navigation springen

Tolle Kulisse und packender Sport beim Güstrower Pfingstpokal : 7000 Besucher erleben Speedwayfest

vom

Der Schwede Peter Ljung entwickelt sich zu einem Güstrow-Kenner, denn nach dem Osterpokal 2010 gewann er am Sonntag auch den Internationalen Pfingstpokal vor der begeisterten Kulisse von 7000 Zuschauern.

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2011 | 05:24 Uhr

Güstrow | Der Schwede Peter Ljung entwickelt sich zu einem Güstrow-Kenner, denn nach dem Osterpokal 2010 gewann er am Sonntag auch den Internationalen Pfingstpokal vor der begeisterten Kulisse von 7000 Zuschauern. Das gesamte Rennen war wie gewohnt beim Klassiker in Güstrow von hohem sportlichem Niveau geprägt, aber der Sport macht eben nur einen Teil dieser Kult-Veranstaltung aus.

Schon um 20 Uhr verbreitete sich Gänsehautatmosphäre, als das Fahrerfeld, präsentiert auf einem Tieflader, toll inszeniert aus einem künstlichen Nebel auftauchte und dann begleitet von tragender Musik auf die Bahn fuhr. Und die Zuschauer nahmen die Stimmung auf und feuerten die Sportler mit den für das Güstrower Pfingstrennen typischen Laola-Wellen an. Genauso stimmungsvoll endete auch die Veranstaltung kurz vor Mitternacht, als nach der Siegerehrung ein Feuerwerk zum fulminanten Abschluss eines tollen Speedwayfestes wurde.

Packende sportliche Unterhaltung

Dazwischen jedoch wurde wieder einmal packende sportliche Unterhaltung geboten. In den ersten drei Läufen gab es mit Tobias Kroner, Mathias Schultz, der an diesem Abend der beste deutsche

Fahrer war, und Steffen Mell, der seinen 33. Geburtstag bei diesem Rennen feierte, nur deutsche Siege. Schnell wurde aber klar, dass dies im Verlauf des Rennens nicht so bleiben würde, denn die anderen Aktiven, insbesondere diejenigen, die nicht so oft in Güstrow unterwegs sind, stellten sich auf die Bedingungen ein - und dies gelang dem Schweden Peter Ljung am besten. Überraschend stark war auch der Auftritt eines anderen Skandinaviers. Der Finne Kauko Nieminen steigerte sich nach zwei dritten Plätzen über einen zweiten zu zwei Laufsiegen und gewann im 21. Lauf auch den Fritz-Suhrbier-Pokal.

Ein Fahrer, auf den sich sicher viele Zuschauer gefreut hatten, war sehr enttäuscht über seine Leistung. Kevin Wölbert, der in der englischen Liga mehrere Rennen pro Woche fährt, gab unumwunden zu, dass er sich viel mehr vorgenommen hatte. "Als Kapitän des letztjährigen Bundesligateams wollte ich mich natürlich hervorragend meinen deutschen Fans präsentieren, aber jetzt verstehe ich auch, warum es vielen Englandprofis so schwer fällt, in Deutschland gut zu fahren. Zwischen den Bahnen dort und hier besteht ein so großer Unterschied und dies war in diesem Jahr erst mein zweites Rennen in Deutschland. Für den 11. September, wenn hier in Güstrow, wo ich so viele tolle Erfolge gefeiert habe, das Finale der Deutschen Meisterschaft stattfindet, bin ich natürlich wieder topp motiviert", sagte er.

Die Zuschauer feierten ihn trotzdem genauso wie alle anderen Fahrer für gelungene Überholmanöver oder tollen Kampfgeist. Und davon gab es genug zu erleben. Mitunter endeten die hautengen Aktionen auch mit Ausrutschern, die glücklicherweise alle glimpflich verliefen, aber zeigten, mit welchem Ehrgeiz die Aktiven dabei waren.

Angetan von der Atmosphäre waren auch die Vorsitzenden des Klubs, Torsten Jürn und Thomas Koch. "Für so eine Veranstaltung lohnt sich die ganze Arbeit", so Koch. Und Jürn ergänzte: "Alle Fahrer waren so begeistert, dass sie gern wieder kommen möchten. Vor allem Edward Kennett, der das erste Mal hier war, schilderte mir, dass er dachte, die Zuschauer stehen neben ihm, so laut vernahm er die Anfeuerung unter seinem Helm."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen