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Lokales

21. August 2017 | 23:46 Uhr

56 Millionen für Rostocks Hafenausbau

vom

Rostock | 56,4 Millionen Euro EU-Fördermittel fließen in den Rostocker Seehafen. Damit soll das größte Gewerbegebiet des Landes weiter ausgebaut werden. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) überreichte gestern den Fördermittelbescheid. "56,4 Millionen Euro sind auch für mich keine alltägliche Summe", sagt der Minister. Es ist die größte Einzelförderung in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen 15 Jahren. Das Geld deckt zu 80 Prozent die Kosten der Gesamtinvestition von 70 Millionen Euro.

Das größte Projekt im Maßnahmenpaket ist die Erweiterung des Piers 3 Nord. Dort soll der Kranhersteller Liebherr Raum zum Ausbau seiner Kaikante finden. "Die Entwicklung, die wir in den vergangenen fünf Jahren erlebt haben, war vorher nicht abzusehen", erklärt Werksleiter Thomas Müller. Gerade im Bereich der Schwerlastkrane für den Offshore-Bereich sei die Nachfrage groß. Bis 2012 sollen im Seehafen mehr als 40 Hektar maritimes Gewerbegebiet erschlossen, mehrere Schwerlastliegeplätze gebaut und nicht mehr zeitgemäße Infrastruktur entfernt werden. 4800 Menschen sind derzeit im Hafen tätig. Der Wirtschaftsminister schätzt, dass durch den Ausbau und damit verbundenen Unternehmenserweiterungen und -neuansiedlungen bis zu 700 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Auch andere im Seehafen ansässige Unternehmen sollen vom Ausbau der Infrastruktur profitieren. So peilen das Rohrwerk EEW und die Unternehmensgruppe Krebs eine Erweiterung an. Generell gehe es in diesem dritten Abschnitt zu Entwicklung des maritimen Gewerbegebiets allein um die Erschließung der Flächen im ausgewiesenen Hafengebiet, so Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero): "Bei uns geht die innere Entwicklung vor der äußeren." Das heißt, über die Hafengrenzen hinaus, passiert vorerst nichts.

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erstellt am 30.Aug.2010 | 07:57 Uhr

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