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Lokales

11. Dezember 2017 | 08:48 Uhr

40 Millionen Euro für den Airpark Laage

vom

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2010 | 08:03 Uhr

Laage | Der österreichische Spezialfahrzeug-Hersteller Oberaigner will 40 Millionen Euro am Industrie- und Gewerbestandort Airpark Laage investieren. Das Unternehmen plant, noch in diesem Jahr eine neue Produktionsstätte im Airpark-Süd aufzubauen und dort langfristig bis zu 200 Arbeitsplätze zu schaffen. Das hat Laages Oberbürgermeister Uwe Heinze gestern bei der Stadtvertretersitzung in Laage mitgeteilt. Mit der Ansiedlung soll auch die Infrastruktur rund um den Flughafen Rostock-Laage weiter ausgebaut werden, so Heinze.

Bei der Niederlassung in Laage handelt es sich um den ersten Standort in Deutschland der im österreichischen Nebelberg ansässigen Oberaigner-Gruppe. Dort arbeiten zurzeit 160 Mitarbeiter. Mit dem neuen Firmensitz im Nordosten Deuschlands wolle das Unternehmen seine Kapazitäten mehr als verdoppeln. Das bestätigte gestern Dominik Mimra, der bei Oberaigner verantwortlich für die strategische Firmenentwicklung ist. "Wir haben uns Standorte in ganz Europa angeschaut. Laage bietet aber die meisten Vorteile", so Mimra. Die Nähe der Zulieferer sowie zu den Hochseehäfen sei unter anderem ausschlaggebend gewesen. "Zudem haben wir gerade ein großes Projekt im Luftfahrzeugbau. Deshalb ist auch die Nähe zum Flughafen Rostock-Laage notwendig." Neben dem Luftfahrzeugbau ist das exportorientierte Unternehmen gerade dabei, sein Geschäft auch auf den Bootsbau zu erweitern. Da sei der Standort im Nordosten ideal, so Mimra.

Die Entwicklung und Produktion von Fahrzeugtechnik will Oberaigner künftig im Airpark Laage auf einer Fläche von zunächst zehn Hektar ansiedeln. Dafür seien viele Fachkräfte notwendig, so Mimra. Bis zu 200 Beschäftigte vom Monteur über den Kfz-Mechaniker bis hin zu Entwicklungsingenieuren sollen hier langfristig arbeiten. Die Verfügbarkeit von Fachkräften sei ein weiterer Vorteil des Standorts Laage gewesen, sagt Mimra. "Wir wissen, dass wir diese Leute hier finden."

Heinze, der gestern nach 16 Jahren Amtszeit seinen letzten Arbeitstag auf dem Chefsessel des Rathauses hatte, ist stolz, den Investor gewonnen zu haben: "Das ist eine große Nummer", sagt er. Die Planungen für die Ansiedlung seien mit dem Wirtschaftsministerium abgestimmt und nahezu abgeschlossen. Von der Oberaigner-Niederlassung verspricht sich Heinze eine "Initialzündung" für die Region. Er hoffe, dass sich im Anschluss noch mehr Zulieferbetriebe im Airpark niederlassen. Hier befinden sich bereits die Fahrzeugzulieferer TRW Airbag Systems und Flamm Precomp.

Die Wilhelm Oberaigner GmbH, die im Jahr 1977 gegründet wurde, ist heute einer der führenden Spezialisten in Entwicklung und Produktion von Automobil-Systemkomponenten. Das Unternehmen produziert unter anderem komplette Antriebsachsen, Differentialsperren und Getriebe.

Oberaigner investiert außerdem in neue Antriebstechnologien wie Hybrid- oder Elektroantriebe. Darüber hinaus werden Flugmotoren und Geschäftsreiseflugzeuge entwickelt.

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