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Lokales

11. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

353er Wartburg wird verlost

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2011 | 08:44 Uhr

Perleberg | "Einmal haben wir den Wartburg kurz zum Laufen gebracht", gesteht Fred Hamann, Inhaber der gleichnamigen Karosseriebaufirma und des Fachbetriebes für historische Fahrzeuge. Da versteht es sich fast von selbst, dass er ein Fan der alten Gefährte ist und Mitglied bei den Perleberger Oldtimer freunden. Gleiches trifft auf Jan Tillack vom gleichnamigen Autohaus zu. Beide wollen den 353er Wartburg wieder zum Laufen bringen.Während Fred Hamann mit seinen Mannen sich der Karosserie widmet und auch lackmäßig für eine frisches Fahrzeugoutfit sorgt, übernimmt die Werkstatt Tillack die Technik. Ein tüchtiges Stück Arbeit und für den Oldtimerverein noch dazu gratis, steht damit an. Noch dazu sitzt die Zeit im Nacken, denn zu dem Oldtimertreffen, das vom 8. bis 10. Juli auf das Vereinsareal am Radarhügel einlädt, soll das DDR-Gefährt, Baujahr 1985, nicht nur rollen, sondern auch in alter Schönheit erstrahlen. "Schließlich wird der Wartburg der Hauptgewinn", fügt Frank Brauer, Vereinsvorsitzender der Oldtimerfreunde, an. Mit der Eintrittskarte nimmt jeder an der Auslosung teil.

Eine Reminiszenz an die Eisenacher Motorenwerke soll das Oldtimertreffen sein. "So wollen wir möglichst in einer Ausstellung auch die Palette der Modelle zeigen, die einst in Eisenach gebaut wurden", umreißt Brauer das Vorhaben. Und der Wartburg gehört einfach dazu.

50 PS hat der 353er Wartburg und bringt es laut Fahrzeugbrief auf 130 km/h. Übrigens, es handelt sich um ein Genex-Wagen. Wer Westgeld hatte, der kam problemlos auch an ein Auto. Der DDR-Normalbürger allerdings wartete an die 15 Jahre. Mit 9415 West-Mark war der Wartburg ein wahres Schnäppchen, denn für einen Lada musste man schon 15 000 West-Mark auf den Tisch legen.

Optisch wie technisch wird der Oldi nun wieder auf Vordermann gebracht und hat anschließend sogar TÜV. "Der neue Besitzer muss ihn nur noch anmelden und kann dann losfahren", so Jan Tillack. Dafür wird in beiden Werkstätten in den nächsten Wochen emsig geschraubt und gewerkelt.

>> HINTERGRUND: Autogeschichte aus Eisenach

Der VEB Automobilwerk Eisenach (kurz AWE) war ein Automobilhersteller im thüringischen Eisenach. Das 1896 als Fahrzeugfabrik Eisenach gegründete Werk wurde 1928 von den Bayerischen Motoren Werken AG übernommen und nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht. 1953 erhielt das Werk den endgültigen Namen VEB Automobilwerk Eisenach und produzierte ab 1955 den Wartburg. Das Unternehmen wurde 1991 von der Treuhandanstalt geschlossen. Gleichzeitig eröffnete Opel ein Werk in Eisenach, das die Tradition der Autoindustrie in der Stadt fortführt.

Nachdem anfänglich Geschütze und Fahrräder der Marke Wartburg hergestellt wurden, folgte bereits 1898 die Produktion des ersten Wartburg-Motorwagens. Dieser entsprach dem französischen Zweizylinder „Decauville“, für den Heinrich Ehrhardt die Lizenz erworben hatte. Damit war die Fahrzeugfabrik Eisenach nach den Firmen „Daimler-Motoren-Gesellschaft“, „Benz & Cie.“ und „Dürkopp & Co.“ das vierte Unternehmen in Deutschland mit einer Automobilproduktion.
Quelle: wikipedia


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