zur Navigation springen
Lokales

19. Oktober 2017 | 05:48 Uhr

300 Arbeitsplätze in Spaßpark bei Zietlitz

vom

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2010 | 07:48 Uhr

Linstow | Eine Vision könnte bald Wirklichkeit werden: In einer Kiesgrube bei Zietlitz soll auf einer Fläche von 60 Hektar der erste Freizeit- und Vergnügungspark Mecklenburg-Vorpommerns entstehen. Ein Großvorhaben von 100 Millionen Euro, das der Region 200 bis 300 Arbeitsplätze bringen könnte. Schon lange geht das Van der Valk-Resort Linstow mit dieser Idee schwanger. Jetzt will das Resort mit der Gemeinde Dobbin-Linstow eine Machbarkeitsstudie inklusive touristischem Standortgutachten in Auftrag geben.

"Der Fördermittelbescheid für die Studie ist gekommen. Wir gehen das Thema jetzt an", sagte gestern Johannes Herbst vom Bauamt des Amtes Krakow am See. Rund 20 000 Euro soll die Studie kosten. Ziel ist es, Bedingungen und Auswirkungen des Großprojektes im näheren und weiteren Umfeld zu untersuchen. Die Gemeinde Dobbin-Linstow hat schon seit Langem ihre Zustimmung bekundet. Bürgermeister Wilfried Baldermann erwartet durch den Vergnügungspark einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region. Dem stimmt auch das Amt zu: "Es wäre eine großartige Erweiterung und auch Standortsicherung der mit dem Resort Linstow bereits vorhanden touristischen Infrastruktur", so Herbst. Er sieht den Park aber nicht nur als Bereicherung für die Region, sondern für das ganze Land. Zietlitz liege mitten im "blau-grünen Herzen" des Landes, sei deshalb von allen Seiten gut erreichbar. "Auch können wir so verstärkt Touristen von der Küste ins Landesinnere ziehen", sagt Herbst.

Feuer und Flamme für das Großprojekt ist auch Volker Wünsche, Sprecher der Van der Valk-Gruppe Deutschland. Van der Valk ist einer der größten touristischen Anbieter in Mecklenburg-Vorpommern, betreibt unter anderem auch die Skihalle in Wittenburg und verfügt allein im Resort Linstow über 2500 Übernachtungsmöglichkeiten. Zietlitz liegt in unmittelbarer Nähe des Resorts. "Der Standort ist ideal für einen Vergnügungspark", sagt Wünsche. "Rundherum ist nichts, wir stören keinen Menschen." Zudem gebe es eine direkte Autobahnanbindung. "Wir haben im Land so ziemlich alles, nur ein Freizeitpark nach dem Vorbild des Heide- oder Hansa-Parks fehlt noch. Das ist eine echte Nische bei jährlich 27 Millionen Übernachtungen im Land", sagt er.

Für das Gelände in Zietlitz verfügt Van der Valk über ein Vorkaufsrecht. "Wenn es mit dem Park klappt, kaufen wir sofort", so Wünsche. Doch das gesamte Projekt hängt an der Finanzierung, räumt er ein. "Wir können den Park nicht alleine finanzieren. Deshalb suchen wir einen finanzstarken Betreiber." Den gebe es aber noch nicht. Doch Wünsche ist von einem Vergnügungspark für Mecklenburg-Vorpommern überzeugt: "Wenn wir ihn nicht bauen, macht es jemand anders."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen