250 Arbeitsplätze für die Prignitz

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28. Juli 2010, 08:17 Uhr

Prignitz | Mit 250 befristeten Arbeitsplätzen profitiert der Landkreis Prignitz vom Job-Programm "Arbeit für Brandenburg". Durch das Programm des Landes, das seit dem 1. Juli läuft, sollen in Brandenburg bis Ende 2014 mindestens 6500 Langzeitarbeitslose im gemeinwohlorientierten Bereich Arbeit finden.

Näheres zur Prignitz erläuterten gestern Torsten Uhe, 1. Beigeordneter des Landrats, und Ulrich Behrendt, Sachbereichsleiter Soziales, bei der Kreisverwaltung.

Das Land stellt insgesamt 40 Millionen Euro zur Verfügung - für jedes Beschäftigungsverhältnis monatlich 250 Euro. Weitere Mittel kommen vom Bund und den Kommunen. Für 2010 sind 1200 Stellen geplant, in den folgenden Jahren bis 2014 jeweils jährlich 1325, die gemessen an der Arbeitslosenzahl der Kreise prozentual auf diese aufgeteilt werden.

Auf die Prignitz bezogen bedeutet das: In diesem Jahr sollen noch 48 Stellen - darunter elf in Wittenberge, je sieben in Perleberg und Pritzwalk - geschaffen werden, in den kommenden Jahren jeweils 53. "Diese Zahl kann sich bei massiven Veränderungen der Arbeitslosenzahlen nach oben oder unten verschieben", erklärte Ulrich Behrendt.

Die Zielgruppe sind die Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre, die sich seit drei Jahren oder mehr nicht mehr in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis befinden. "Es können aber auch Personen Anträge stellen, die jünger als 50 sind, sie dürfen nicht unter 25 Jahre sein", sagte Behrendt.

Die Entlohnung soll tarif- oder ortsüblich erfolgen. Festgesetzt ist aber ein Mindestlohn von 7,50 Euro. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt mindestens 30 Stunden, beim Bundesprogramm Kommunal-Kombi waren es exakt 30 Stunden. Die Dauer der Beschäftigung geht in der Regel über zwei Jahre.

Arbeitgeber sind Kommunen, Verbände, Vereine, Bildungsträger oder Arbeitsfördergesellschaften. Sie müssen zwei Anträge (bei Arge und Landkreis) stellen, um an die Förderung zu kommen. Gezahlt werden - an den Arbeitgeber - 900 bis 1200 Euro aus Eingliederungsmitteln der Arge, 250 das Land, 125 Euro der Kreis. Was darüber hinausgeht, so bei Tätigkeiten, die eine höhere Qualifikation erfordern, trägt der Arbeitgeber.

Der Arbeit suchende meldet sich also bei der dafür zuständigen Behörde - im Fall der Prignitz beim Sachbereich Soziales in der Kreisverwaltung - und erkundigt sich nach Stellen. Dort erfährt er, welcher Arbeitgeber Anträge gestellt hat und einen Job in diesem Programm anbietet.

"Der Landkreis wird sich aktiv an diesem Programm beteiligen. Denn wir haben ein großes Interesse, Langzeitarbeitslose wieder in eine Beschäftigung zu bringen", sagte Torsten Uhe. Das Programm läuft gut an. "Die ersten 13 Anträge liegen vor", berichtete Ulrich Behrendt.

Info: Ulrich Behrendt, Kathrin Freundorfer. Tel.: 03876/713218

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