2000 Besucher bei den Blauen Jungs

<strong>Hauptgefreiter Marco Lappe</strong> (l.)  und der Gefreite Tino Witte zeigen Torben Koch aus Bad Harzburg die richtige Technik bei Wiederbelebungsmaßnahmen. <foto>Irene Burow</foto>
Hauptgefreiter Marco Lappe (l.) und der Gefreite Tino Witte zeigen Torben Koch aus Bad Harzburg die richtige Technik bei Wiederbelebungsmaßnahmen. Irene Burow

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28. Juli 2010, 08:07 Uhr

Hohe Düne | Der fünfjährige Vin Tyler Wabst aus Markgrafenheide ist seit gestern stolzer Besitzer einer Urkunde. Diese bestätigt ihm, dass er einer von fast 2000 Besuchern war, die der Einladung zum Tag der offenen Tür in den Marinestützpunkt Hohe Düne gefolgt sind. Und sie beglaubigt auch, dass er erfolgreich an einem Geschicklichkeitsspiel teilgenommen hat, das die Stützpunkt-Feuerwehr ausrichten durfte. Die Mitarbeiter waren auf viele kleine Gäste eingestellt, hatten insgesamt 1500 Urkunden geordert. "Mal sehen, ob die noch für die Hanse-Sail-Tage reichen. Denn dann lädt unser Stützpunkt alle Interessenten erneut ein", sagt Oberbrandmeister Jan Decker. Als Vater weiß er, welche Spiele die jüngsten Besucher mögen. "Wer zu uns kommt, der soll einfach Spaß haben. Und wenn sich nach dem Wasserspritzen und dem Umschauen im Löschfahrzeug ein Kind für unseren Beruf interessiert, umso besser", sagt Decker. Bereits seit neun Jahren verstärkt er die Feuerwehr des Marinestützpunktes.

Mädchen und Jungen lassen sich Wunden aufmalen

Mehrere Aktionsangebote gab es auch im Bereich der Sanitäter. Während sich der siebenjährige Lenny Marvin Turzer ganz tapfer auf eine Trage schnallen ließ und im Krankentransporter der Marine verschwand, demonstrierte Marco Lappe Wiederbelebungsversuche an einer Puppe. Der 22-jährige Hauptgefreite animierte die Zuschauer, es ihm gleich zu tun und hielt viele Tipps für den Ernstfall bereit. Seine Kollegin Ramona Blumenberg stellte ihr Können in der Darstellung von Wunden unter Beweis. Unzählige Mädchen und Jungen ließen sich schreckliche Narben oder Platzwunden ins Gesicht oder auf die Hände schminken. "Das geht glücklicherweise alles mit Wasser und Seife irgendwann wieder ab", tröstet die Oberstabsgefreite aus Ribnitz-Damgarten. Sie will auch zur Hanse Sail wieder mit dabei sein. "Dann öffnen wir unsere Puppenklinik. Kinder können ihre Plüschtiere und Puppen mitbringen, die wir hier untersuchen und behandeln. Die Mädchen und Jungen leisten dabei Hilfestellung", sagt die 27-Jährige.

Dichtes Gedränge gab es auf einem Schnellboot und am Infomobil der Bundeswehr. "Junge Leute, aber auch deren Eltern und Großeltern informieren sich bei uns über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten", sagt Oberstabsfeldwebel Kaj Greffrath. Der Leiter des Infomobils betont, dass auch ein Studium bei der Bundeswehr mit Bachelor und Master abgeschlossen wird.

Über die Arbeit der Marinetaucher spricht Obermaat Daniel Jacob. Der 26-Jährige verhehlt nicht, dass sein Job auch gefährlich ist. "Deshalb haben wir sehr strenge Vorschriften", sagt Jacob. Mit seinen Kollegen von der Tauchergruppe Warnemünde ist er im Auftrag der Bundeswehr zwischen Warnowmündung und Rügen und zur Hanse Sail wieder im Marinestützpunkt im Einsatz.

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