"20 Jahre erfolgreich Verein gelebt"

Manfred Bleß (M.)  trägt sich ins Ehrenbuch der Stadt ein. Er wird dabei vom Stadtverordnetenvorsteher  (l.) und vom Bürgermeister flankiert. Barbara Haak
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Manfred Bleß (M.) trägt sich ins Ehrenbuch der Stadt ein. Er wird dabei vom Stadtverordnetenvorsteher (l.) und vom Bürgermeister flankiert. Barbara Haak

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30. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Wittenberge | An der Spitze der Wittenberger Schützengilde von 1582 steht ein neuer Präsident. Die Mitgliederversammlung wählte Ingo Rodowski in dieses Amt. Rodowski tritt die Nachfolge von Manfred Bleß an. Aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen hatte sich der bisherige Präsident am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung nicht wieder zur Wahl gestellt (der "Prignitzer" berichtete gestern bereits kurz).

Ingo Rodowski ist mit seiner Wahl nicht nur Chef von 196 Mitgliedern in einem Verein, der sowohl mit sportlichen Erfolgen wie auch mit seiner Traditionspflege und seinem Engagement für das Gemeinschaftsleben in der Stadt in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten auf sich aufmerksam machte. Rodowski ist auch der Nachfolger eines hoch geschätzten, weil sehr engagierten und tatkräftigen Präsidenten.

Die Stadtverordneten würdigten die Verdienste von Bleß am Mittwochabend mit seiner Eintragung ins Wittenberger Ehrenbuch. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Wolfgang Strutz waren zu diesem feierlichen Akt in das Schützenhaus gekommen.

Mit der Neugründung der Schützengilde gleich nach der Wende war Manfred Bleß erst deren Vizechef, dann ihr Präsident. "Manfred, du bis eine Institution in Wittenberge", sagte Alterskommandeur Willfried Lattorff in seiner Laudation. "Du hast so lange und so erfolgreich Verein gelebt, wir sind stolz auf so einen Präsidenten." Auch der Bürgermeister spart nicht mit anerkennenden Worten, sagt, er kenne keinen Verein in Wittenberge, der so viele Meistertitel errungen hat, als Meister habe Bleß diesem Verein vorgestanden.

Bei allen Erfolgen und der stabilen Entwicklung über 20 Jahre - unkompliziert ist das Vereinsleben deshalb nicht, gibt es eine Reihe von Problemen, mit denen sich auch der neue Vorstand auseinander zu setzten hat.

Erst einmal erfreulich ist der Umstand, dass die Gilde einen leichten Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hat. Aber: Eine Reihe von Schützenschwestern hat zum Jahresende ihren Austritt angekündigt. Die dringende Bitte des scheidenden Präsidenten, man möge diese Schritte bitte noch einmal überdenken. Hintergrund ist sicher auch die Tatsache, dass die Gilde auch dringend auf sämtliche Mitgliedsbeiträge angewiesen ist. Regelmäßig muss der Verein Kredite für das neue Schützenhaus und den Ausbau der Parkstraße vor rund zehn Jahren bedienen.

Dringend bat Manfred Bleß als scheidender Vereinsvorsitzender die Schützenschwestern und -brüder, "um ihre breite Mitwirkung am Vereinsleben", sei es nun auch zur Absicherung der verschiedensten Veranstaltungen, bei der Organisation von Geselligkeit oder aber des Schießsportbetriebs.

"Ein reges Vereinsleben und stabile Mitgliederzahlen mit einem Trend nach oben, diese Schwerpunkte setzt der neu gewählte Vorstand", sagt Präsident In go Rodowski. Eine besondere Verantwortung habe die Schützengilde beim Gewinnen von Kindern und jungen Leuten für den Schießsport. "Wir möchten, dass wieder Leistungsträger aus Wittenberge kommen."

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