15-Jähriger bestreitet "konkreten Tatvorwurf"

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13. März 2010, 01:57 Uhr

Schwerin | Der 15-jährige Schüler, der am Donners tagvormittag in der Bertolt-Brecht-Schule zwei Mit schü ler mit einem Messer bedro ht haben soll, hat in seiner Verneh mung den "konkreten Tatvorwurf" bestritten. Das sagte der Sprecher der Schweriner Polizeidirektion, Klaus Wiechmann, gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Weiterhin unklar sei auch, wie die Schreckschusspistole mit Munition in den Rucksack des Achtklässlers gelangte. Die Untersuchungen würden mit der Befragung der Opfer und der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt. Laut Wiechmann ist der 15-Jäh rige bisher poli zeilich nicht auffällig ge worden. In den aktuellen Fall sei jetzt auch das Ju gendamt eingeschaltet.

Die Schulleitung hatte den 15-Jährigen am Donnerstag der Polizei übergeben. Er soll im Treppenhaus der Gesamtschule auf dem Großen Dreesch abwechselnd einen Elf- und einen Zwölfjährigen mit einem Messer bedroht haben. Im Rucksack des Schülers stellte die Polizei eine Schreckschusspistole mit entsprechender Munition sicher (wir berichteten). Gegen den Beschuldigten werde wegen Verstoßes gegen das Waffen gesetz und Bedrohung er mittelt, so Polizeisprecher Wiechmann.

Weder Schul leiter noch Bildungsministerium wollten sich am Donnerstag nach dem Geschehen zu den Vorgängen äußern. Vor vier Jahren war die Brechtschule schon einmal wegen einer Messerattacke in die Schlagzeilen geraten. Ein 14-jäh riger Schüler soll damals versucht haben, einen Lehrer anzugreifen.

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