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Lokales

21. August 2017 | 04:50 Uhr

1416 ABC-Schützen in Rostock

vom

Rostock | Für 1416 Erstklässler beginnt heute der Ernst des Lebens. Das sind 52 ABC-Schützen mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt starten 15 392 Kinder und Jugendliche am Montag an 47 kommunalen und 13 frei getragenen Schulen in der Hansestadt in den Unterricht. Um verbesserte Bedingungen zu schaffen, investiert die Hansestadt jährlich etwa zwölf Millionen Euro in die Sanierungsarbeiten an den Lehrgebäuden und Sporthallen. 80 Prozent aller Einrichtungen sind bereits erneuert.

Zum Unterrichtsbeginn hat sich die Zahl der Schüler insgesamt um 593 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Den Grund für diesen seit langer Zeit erhofften Anstieg sieht der Leiter vom Amt für Schule und Sport, Martin Meyer, im überwundenen Geburtenknick. "In den 1990er-Jahren war die Geburtenrate auf ihrem Tiefpunkt angekommen. Nun macht sich der Anstieg der vergangenen Jahre deutlich bemerkbar", sagt Meyer. Seit 1990 verringerte sich die Zahl der Schulen von damals 100 auf nun 60. "Die heute noch bestehenden Einrichtungen werden gebraucht und auf einen einheitlich modernen Stand gebracht", sagt Meyer.

So fusioniert die Regionale Schule Ehm Welk zum Schuljahresbeginn mit dem Ostseegymnasium. Gemeinsam bilden sie den neuen Schulcampus Evershagen in Form einer Kooperativen Gesamtschule. Auch für das Gebiet Reutershagen, Hansaviertel und Gartenstadt hat das Grundschulnetz wegen gesteigerten Platzbedarfs neue Strukturen erhalten. Neben der Türmchenschule eröffnet nun die Grundschule Matthias-Thesen-Straße 17 in Reutershagen als eigenständige Bildungseinrichtung. "Auch das überalterte Gebäude der Grundschule John-Brinckman wurde abgerissen und aufwendig wieder aufgebaut", so der Schulamtsleiter. Der Neubau in Brinckmansdorf wird am Montag um 11 Uhr feierlich eröffnet.

39 Ausbildungseinrichtungen und 28 Sporthallen konnte die Stadt bisher auf einen modernen Stand bringen. "Das sind 80 Prozent unserer Gebäude", so Meyer. Jährlich investiert die Hansestadt etwa zwölf Millionen Euro in die Ausbildung des Rostocker Nachwuchses. Mit weiteren Fördermitteln von 13,4 Millionen Euro unterstützen der Bund und das Land. "Gerade in der technischen Ausstattung und bei der Sozialarbeit haben wir noch einen erheblichen Bedarf", sagt Finanzsenator Georg Scholze (CDU).

Trotz steigender Schülerzahlen ist der demografische Wandel noch nicht in den Berufsschulen angekommen. "Da erwarten wir vorerst noch einen tiefen Einschnitt, der sich aus den 1990er-Jahren ergibt", sagt Dietmar Brandt, Leiter vom Staatlichen Schulamt Rostock. Gerade im Gaststättengewerbe geht er von einem großen Mangel an qualifiziertem Personal aus.

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erstellt am 20.Aug.2010 | 08:00 Uhr

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