1,5 Millionen für verlässliche Halbtagsschulen

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04. November 2010, 12:09 Uhr

Perleberg | Die verlässlichen Halbtagsschulen waren am Dienstagabend Thema im Finanzausschuss. Seit September agieren die beiden Perleberger Grundschulen als solche. Im Klartext: Sechs Stunden täglich sind alle Mädchen und Jungen von der 1. bis zur 6. Klasse in der Schule. Und noch eine Bedingung geht damit einher - Hort und Schule müssen eine räumliche Einheit bilden.

Das heißt, eine Reihe baulicher Veränderungen sind notwendig, um die Voraussetzungen für den Betrieb zu schaffen. Konkret soll in der Schollschule der Innenhofkomplex für eine ganzjährige Nutzung hergerichtet werden, wie Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck es versucht auf einen kurzen Nenner zu bringen. Kurzum, im Gebäude entsteht praktisch ein neues zweites. Damit ist der Bestandsschutz ad acta, greifen neue Richtlinien. Und das bedeutet vor allem auch, umfassende bauliche Veränderungen. Unter dem Strich: Die 750 000 Euro , von denen man bei der Schollschule ausgegangen war, reichen bei weitem nicht.

Gleiches trifft auf die Rolandschule zu. Hier müssen Hortkapazitäten für 115 bis 120 Schüler geschaffen werden. "Dazu muss der bestehende Anbau komplett demontiert und ein neuer geschaffen werden", so Bleeck. 540 000 Euro waren einst für diese Schule geplant. Doch auch hier wird es teuerer, da ein entsprechendes Brandschutz- und Raumkonzept erarbeitet werden muss.

Konkret ist jetzt bei der Rolandschule die Rede von 663 000 Euro - 367 600 Euro Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II. Mehr ist nicht drin, so Bürgermeister Fred Fischer. So erhöht sich notgedrungen der Eigenanteil der Stadt um weitere 148 400 Euro auf 295 400 Euro. Für die Schollschule steigt der Eigenanteil um weitere 108 900 Euro auf 495 900 Euro. Aus der Rücklage sollen diese Mittel 2011 fließen.

Stadt und vor allem auch die Schulen wollen dieses Modell weiterverfolgen, denn auch die Tendenz der Schülerentwicklung der nächsten Jahre weist nach oben, so der Bürgermeister, der keine Zweifel daran lässt, dass es für die Stadt und für die Einrichtungen eine Herausforderung ist. Denn ein Großteil der Bauerei erfolge bei laufendem Schulbetrieb. Wenn der eng gestrickte Zeitplan aufgeht, wird ein Baubeginn mit dem ersten Tag der Winterferien 2011 angestrebt. "Bis November 2011 muss alles fertig sein", so Bleeck. Einhellig votierten die Mitglieder des Finanzausschusses für die Beschlussvorlagen über die Bereitstellung von Haushaltsmitteln für beide Schulen 2011. Als nächstes stehen diese heute im Hauptausschuss zur Debatte.

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