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Kolumne Das Leuchten vom Zierapfelbaum

Von BSCH | 13.10.2014, 17:05 Uhr

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten.

Ich bewundere Gärtnerinnen und Gärtner, die mit leichter Hand Bäume pflanzen. Ich bin da eher zögerlich und überdenke eine solche Entscheidung wieder und wieder. Einen Baum zu pflanzen, geht schließlich oft über das eigene Leben hinaus. Über eine Baumpflanzung der letzten Jahre bin ich allerdings in diesen Wochen nur glücklich. Leuchtend orange bis dunkelrot hängen die kirschgroßen Früchte an unserem Zierapfelbaum (Malus ,Evereste’), den wir vor geraumer Zeit an einer Kreuzung von Beeten und Wegen mitten in die Sonne pflanzten. Der Baum sollte an dieser Stelle Höhe in den Garten bringen und außerdem vom Esstisch im Haus gut zu sehen sein. Inzwischen hat das Ziergehölz seine locker aufgebaute Krone vergrößert und gibt über Chinaschilf, Rispenhortensie und farblich darauf abgestimmten Kerzen-Knöterich ein schönes Herbstbild ab. Ich genieße den Anblick bis in den Winter hinein sehr bewusst. Im letzten Jahr nämlich machten sich Amseln eines Tages über den Baum her und verputzten innerhalb von Stunden alle Früchte. Das Leuchten war dahin!