Zwölfeinhalb Jahre bleiben nicht ohne Spuren

Neben Harald Ringstorff scheidet auch Finanzministerin Sigrid Keler aus der Regierungsmannschaft aus. Sie hat uns einige Fragen zu den politischen Veränderungen in MV beantwortet.

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06. August 2008, 05:48 Uhr

Frau Keler, wurden Sie von der Entscheidung selbst überrascht?
Keler: Dass Harald Ringstorff eine Veränderung im Kabinett und auch für sich selbst plant, das war mir klar. Aber ich habe immer gesagt, den Zeitpunkt bestimmt er ganz alleine. Und das hat er getan. Mir hat er gestern Nachmittag mitgeteilt, dass es soweit ist. Das akzeptiere ich.

Ist das der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt?

Keler: Ich habe meine Arbeit immer gerne gemacht und mache sie auch jetzt noch gern. Wir haben viel erreicht. Ich glaube schon, dass es notwendig ist, dass auch neue Leute Zeit haben, sich einzuarbeiten. Da ist es mit den berühmten 100 Tagen nicht getan.

Sie sprechen von neuen Leuten, an wen denken Sie, an wen denkt Ihre Partei, die SPD?
Keler: Es gibt Spekulationen. Aber ich habe mich nie daran beteiligt. Und ich werde es auch jetzt nicht tun. Das einzige, worin ich mir sicher bin, ist, dass Sozialminister Erwin Sellering Ministerpräsident werden wird. Da bin ich nicht so zurückhaltend, wie es Harald Ringstorff zunächst war. Aber wie ein neues Kabinett auf SPD-Seite aussieht, das ist die Entscheidung des neuen
Ministerpräsidenten. Das muss man akzeptieren.

Gehen Sie schweren Herzens?
Keler: Zwölfeinhalb Jahre gehen nicht spurlos an einem vorbei. Aber ich habe bereits mit meinem Mann telefoniert, der freut sich. Unsere Kinder und Enkelkinder freuen sich sicherlich auch. Und ich denke, das, was ich erreicht habe, das ist auch so, dass man sagen kann: Bitte, ihr anderen, macht das erstmal.

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