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22. September 2017 | 15:40 Uhr

Zwei Opfer auf Prignitzer Straßen

vom

svz.de von
erstellt am 11.Nov.2011 | 08:12 Uhr

Prignitz | Zwei Menschen verloren innerhalb weniger Stunden ihr Leben auf Prignitzer Straßen. Beide Unfälle kennzeichnet einer besondere Tragik.

Zwischen Kuhsdorf und Giesensdorf kam gestern Vormittag ein VW-Fahrer nach rechts von der Fahrbahn ab. Offenbar versuchte er noch Gegenzulenken, was nicht gelang. Das Fahrzeug drehte sich um die eigene Achse und prallte mit der Fahrerseite an einen Baum. Der 24-Jährige Mann aus der Prignitz wurde eingeklemmt. Dabei erlitt er schwerste Verletzungen.

Unter den Ersthelfern war nach Informationen unserer Zeitung seine Mutter. Augenzeugen berichten, dass sie vergeblich versucht habe, ihren Sohn aus dem Autowrack zu befreien. Sie musste miterleben, wie ihr Junge in dem Wagen starb.

Der mit dem Hubschrauber eingeflogene Notarzt konnte nicht mehr helfen, stellte den Tod fest. Laut Polizei betreuten Seelsorger die vor Ort befindlichen Angehörigen. Zur Unfallursache macht sie noch keine offiziellen Angaben.

Feuerwehr konnte nicht mehr helfen

Bereits in der Nacht zum Freitag gab es einen tödlichen Unfall auf der B 107 zwischen Neu Schrepkow und Glöwen. Dabei ist ein Auto auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt.

Der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt, das Fahrzeug fing Feuer. Helfer versuchten den Mann zu bergen, was ihnen aber nicht gelang. Auch die herbeigeeilten Kameraden der Feuerwehren Kletzke und Garz konnten das Unglück nicht verhindern. Sie mussten miterleben, wie die Person auf dem Fahrersitz bis zur Unkenntlichkeit verbrannte. Bis gestern Abend hatte die Polizei noch keine Hinweise zur Identität des Opfers.

"Für uns bestand keine Chance, an das Fahrzeug zu gelangen, um den Fahrer irgendwie heraus zu bekommen", sagt der Garzer Wehrführer Denny Grübnau. Als er am Unglücksort eintraf, habe das Auto bereits vollständig gebrannt. Für die Kameraden eine belastende Situation, mit der jeder anders umgehe.

Einige hätten den Einsatz gut verkraftet, so der Wehrführer. Aber nicht alle. "Wir werden uns am Abend zusammensetzen und darüber reden und alles auswerten. Erst dann werden wir entscheiden, ob wir die Angebote der Seelsorger in Anspruch nehmen", so Grübnau. Am Unfallort hätten sie das Angebot der Seelsorge zunächst abgelehnt.

Die Rettungskräfte bemühten sich auch um eine 22-jährige Zeugin. Sie hatte die Polizei alarmiert und stand unter Schock. Rettungssanitäter nahmen sie mit ins Krankenhaus. Für die Bergungsarbeiten blieb die Bundesstraße bis gegen 2 Uhr gesperrt.

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