Splitter : Zwei Gaststätten als Treffpunkte

Noch immer ab und an gemeinsam hinterm Tresen: Günther Franck und Inhaberin Birgit Schubert.
Noch immer ab und an gemeinsam hinterm Tresen: Günther Franck und Inhaberin Birgit Schubert.

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30. November 2015, 13:42 Uhr

Um Neues aus dem Dorf zu erfahren, zieht es immer noch einige Kuhstorfer regelmäßig in die beiden Gaststätten des Ortes, die schon ewig als „Nachbarn“ nebeneinander existieren. Wenn sich die Gastronomie auch verändert hat, wie Günther Franck erzählt. Der 84-Jährige übernahm 1952 den Landgasthof Franck von seinen Eltern, die ihn wiederum 1935 aufgebaut haben. „Früher sind die Leute öfter mal auf ein Bierchen hergekommen“, sagt er. „Es haben ja viele hier in der LPG gearbeitet.“ Die Situation in der Gastronomie habe sich einfach verändert, sagt Tochter Birgit Schubert, seit 1997 Inhaberin des Gasthofes. Das Tresengeschäft von damals gibt es nicht mehr in dem Maße. Aber zum Essen und zu Feiern ziehe es die Menschen dorthin. Ob Hochzeiten oder Geburtstage – Kuhstorfer und Auswärtige kommen in das Lokal, das 2010 extra um 100 Quadratmeter vergrößert wurde.

Beim Gasthof Unter den Linden kommen „die Jungs“ immer noch regelmäßig „auf ein Feierabendbier vorbei“, sagt Inhaber Tobias Schuth. Der 29-Jährige hat das Geschäft Anfang 2012 von seinen Eltern übernommen. Mit ihm wird es in fünfter Generation betrieben. Er kennt viele Geschichten von damals. Und auch, wenn sich vieles verändert habe, „ein gewisser Zusammenhalt“ ist immer noch da.

Zwei Treffpunkte, über die Bürgermeisterin Annelies Ehm froh ist. Dort erfahre man das Neueste. Und obwohl Kuhstorf ein Dorfgemeinschaftshaus hat, nutzt selbst die Gemeinde die Gaststätten für Feiern. „Es ist gut, dass wir sie haben“, sagt sie über die beiden Anlaufpunkte im Ort.

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Wappen von „Curdestorp“

Kuhstorf ist mit 750 Einwohnern die zur Zeit zahlenstärkste Gemeinde im Amt Hagenow Land. Erstmals wird der Ort 1363 urkundlich erwähnt. Er hieß damals „Curdestorp“, woraus sich der heutige Name Kuhstorf vermutlich entwickelt hat (Curd ist eine Kurzform von Konrad). Erst im 17 Jahrhundert taucht der jetzige Name auf, der anscheinend vom Tiernamen Kuh beeinflusst wurde. Denn Kuhstorf war lange überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Inzwischen haben sich mehrere Handwerksbetriebe angesiedelt.

Das Wappen wird der historischen Entwicklung der Gemeinde gerecht. Mit der blauen Wellenlinie zeigt es die Sude, die die beiden Ortsteile Eichhof und Kuhstorf voneinander trennt. Es wurde von Karl-Heinz Steinbruch entworfen und 2004 vom Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern genehmigt.

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