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19. November 2017 | 13:33 Uhr

Zuckersüße Getränke machen dick

vom

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2013 | 09:23 Uhr

Fastfood, Schokoriegel und Chips sind nur die halbe Wahrheit, wenn es um die Frage geht, warum immer mehr (junge) Menschen Übergewicht haben oder sogar fettleibig sind. Wissenschaftler gehen auf Grundlage von Studien inzwischen davon aus, dass zuckersüße Getränke erheblich dazu beitragen. Der Grund: Zucker in flüssiger Form wie in Cola, Limonade und anderen Softdrinks würde zwar erhebliche Mengen an Energie liefern, vom Körper jedoch nicht als sättigend wahrgenommen, erläutert die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrer Broschüre "Ernährung - bewusst genießen und gesund bleiben". Energy Drinks, die insbesondere bei Jugendlichen immer beliebter werden, enthielten ebenfalls viel Zucker und darüber hinaus zum Teil Koffein und andere anregende Substanzen. Wer sich ausgewogen ernähren will, sollte zu solchen Getränken nur selten greifen.

Trinken ist jedoch wichtig. "Wir empfehlen gesunden Menschen, pro Tag rund 1,5 Liter zu trinken", erklärt Sina Heinrichs von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). "Und zwar kalorienarme Getränke." Mineralwasser, (Leitungs-)Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind dabei erste Wahl. Auch Saftschorlen seien gute Durstlöscher. "Sie sollten aber aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Fruchtsaft gemischt werden", so Heinrichs. Das gekaufte Wasser mit Geschmack enthält mehr Zucker als erwartet, ein 200-ml-Glas fünf bis sechs Gramm.

Fruchtsäfte sind pur ebenfalls nicht gerade ideal. "Manche enthalten mehr Kalorien als Cola", erklärt Gesine Roß von der DGE. "Allerdings liefern sie wichtige Vi tamine und Mineralstoffe." Deshalb kann man sich ein Glas Saft pro Tag ruhig gönnen - im Austausch gegen eine der zwei empfohlenen Portionen Obst. Zuckeraustauschstoffe wie Fruchtzucker oder Sorbit sind kaum ein Ausweg, weil sie ebenfalls einiges an Kalorien liefern. Und obwohl Süßstoffe wie Saccharin und Cyclamat keine oder kaum Energie enthalten, können sie die DGE-Beraterinnen auch nicht empfehlen. "Damit präge ich weiter meine Vorliebe für süßen Geschmack", so Sina Heinrichs.

Kaffeetrinker können sich freuen. Hieß es vor ein paar Jahren noch, dass man pro Tasse Kaffee ein Glas Wasser trinken müsse, weil dieser die Wasserausscheidung befördere, darf er nach den DGE-Empfehlungen sogar zur Flüssigkeitsmenge hinzugezählt werden. Allerdings nur bis zu drei Tassen am Tag. Kalorienfrei ist allerdings nur der Klassiker aus der Kaffeemaschine oder der Türkische. Latte Macchiato oder Cappuccino schlagen mit 50 bis 60 kcal zu Buche. "Ganz verzichten muss man dennoch nicht", so Gesine Roß. "Man kann ja fettarme Milch nehmen und wenig Zucker."

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