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21. November 2017 | 09:30 Uhr

Zitate

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svz.de von
erstellt am 17.Apr.2012 | 09:26 Uhr

Fritz Sdunek über…
…den Sieger in einem Klitschko-Bruderduell, das allerdings nie stattfinden wird:
Vitali. Weil er physisch und mental stärker ist. Vitalis wahre Natur hat man im Kampf gegen Lennox Lewis gesehen, bei dem er zum Zeitpunkt des Verletzungsabbruchs nach Punkten auf allen drei Zetteln vorn lag.

…seinen Vorzeige-Schützling Vitali Klitschko:
Ich habe alles in allem bestimmt schon über 150 Boxer trainiert, aber so einen charakterstarken Typen wie Vitali hatte ich noch nie. Den wird es auch nicht noch einmal geben. Für mich ist er ein Jahrhundertmensch. Er gibt mir innere Ruhe, weil er klare Zielvorstellungen hat und immer das Gute im Menschen sieht.

…Wladimir Klitschko:
Wenn er seine Einstellung behält, woran ich nicht zweifele, dann kann er noch einige Jahre unbesiegt bleiben und dann irgendwann als Weltmeister abtreten. Danach wird er ins Management einsteigen. Oder er wird Schauspieler oder Regisseur.

…ein Ende seiner Trainerkarriere:
Wenn ich mich weiter so fit fühle, mache ich den Job vielleicht noch bis 80. Er ist meine Erfüllung. Solange ich mit den Jungs bei der Pratzenarbeit zehn, zwölf Runden volle Pulle gehen kann, hänge ich die Handschuhe nicht an den Nagel.

…seinen Trainerkollegen Ulli Wegner:
Es ist schon phänomenal, wie er es immer wieder schafft, aus Ackergäulen (z. B. Artur Abraham und Marco Huck – d. A.) Rennpferde zu machen. Ihn habe ich seinerzeit zum Sauerland-Stall vermittelt. Eigentlich wollte deren damaliger Matchmaker Jean-Marcel Nartz mich, aber ich hatte schon bei Universum unterschrieben und statt dessen Ulli empfohlen. Und das war ja offenbar kein schlechter Rat.

…seinen größten Traum:
Große Träume habe ich nicht mehr. Meine Erfüllung ist, jungen Menschen, die Erfolg haben wollen, dabei zu helfen, ihn zu bekommen.

…seine Philosophie des Boxens:
Die Grundphilosophie ist: Treffen ohne viel getroffen zu werden. Bevor man in den Ring geht, muss man eine gute Ausdauer und gute konditionelle Werte besitzen. Wenn die Physis bei den Boxern vorhanden ist, kann man auch die entsprechende Technik und Taktik umsetzen. Ist sie nicht vorhanden, geht gar nichts.

…das verbale Ballyhoo vor vielen Kämpfen im Profiboxen:
Das ist ein Psychokrieg, der besonders aus Amerika und England zu uns rüberkam. Damit will man den Gegner verunsichern und Psychoterror betreiben. Meiner Meinung nach ist das Kasperletheater. Hinter vielen großen Sprüchen sitzt nichts dahinter.

…das Verhältnis zu seinen Sportlern:
Ich hatte und habe immer ein offenes, lockeres Verhältnis zu meinen Sportlern. Die können mich alle duzen. Eine Autorität bin ich nicht nur als „Herr Sdunek“, sondern auch als „Fritz“ oder „Trainer“.

…Duelle mit ehemaligen Schützlingen wie zuletzt bei Felix Sturm gegen Sebastian Zbik:
Angenehm ist so etwas nie. Aber es ist im Profi-Geschäft nicht zu umgehen. Und ich sehe das ausschließlich sportlich. Jetzt bin ich der Trainer von Felix Sturm und zwar zu hundert Prozent. Aber vor und nach dem Kampf bleibe ich Zbiker eng verbunden. Und das wird sich auch nicht ändern.


… über Fritz Sdunek
Ulli Wegner (selbst Boxtrainer-Legende):
Wir haben bei Trainingslagern der DDR-Auswahl öfter ein Zimmer geteilt. Wir hatten viel Spaß, haben auch mal einen über den Durst getrunken. Es war immer sehr angenehm mit Fritz – wenn da nicht seine Sportler gewesen wären. Kaum vorstellbar, wie oft die an unsere Zimmertür geklopft haben, um Fritz um irgendetwas zu bitten. Fritz konnte nie Nein sagen, er ist so ein herzensguter Mensch. Für seine Sportler ist er das Mädchen für alles.

Vitali Klitschko:
Er ist für mich mehr als ein Trainer, er ist Psychologe, Masseur, Fahrer, Träger, vor allem aber Freund, Vaterfigur und einfach ein guter Mensch. Nur zu ihm habe ich dieses hundertprozentige Vertrauen, das ich brauche, um das Risiko, das ein Boxkampf darstellt, überhaupt eingehen zu können.

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