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Splitter : Zippendorfer Strand: Zwischen Besuchermagnet und Schandfleck

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anziehungspunkt des Stadtteils ist der breite und lange Strand

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 15:56 Uhr

Noch herrscht Ruhe vor dem Sturm am Zippendorfer Strand: Nur ein paar Schwäne und Enten tummeln sich am Ufer des Schweriner Sees und genießen die Abgeschiedenheit. Spätestens im Juni beziehungsweise zum Ferienbeginn im Juli ist es damit allerdings vorbei. Dicht an dicht drängen sich dann die Schweriner und ihre Gäste am lang gezogenen Badestrand und verschaffen sich eine willkommene Abkühlung in der „Badewanne der Landeshauptstadt“, wie der Ort im Volksmund liebevoll genannt wird. Der 20 Meter breite Sandstrand am südlichen Ufer des Schweriner Innensees und die benachbarten Cafés sind auch fußläufig, mit dem Rad oder der Straßenbahn gut zu erreichen.

Doch der gute Eindruck an der Promenade wird seit Jahren durch Schandflecke getrübt. Dazu zählen vor allem das ehemalige Strandhotel und das alte Kurhaus. Ortsbeiratsvorsitzender Uwe Friedriszik kritisiert den Zustand der beiden Häuser und fordert, die Sanierung der Gebäude „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ zu unterstützen. Baudezernent Bernd Nottebaum sah im Januar Potenzial für eine Instandsetzung beider Häuser, macht dies aber von den Plänen möglicher Geldgeber anhängig. „Die Investoren können ihre Projekte nur dann wirtschaftlich gestalten, wenn neben der Sanierung der historischen Bausubstanz auch Neubauten entstehen. Wir ringen derzeit mit ihnen um Kompromisse“, sagt Bernd Nottebaum.

 

Schwerins größter Wohnpark für Senioren

Zippendorf „Die Lage am See ist besonders und macht den Wohnpark aus“, sagt Martina Teske, Verwaltungsmitarbeiterin im Pflegeheim Zippendorf. Mit 281 Betten sowie 220 Seniorenwohnungen ist die Anlage die größte ihrer Art in der Landeshauptstadt.

Zu DDR-Zeiten als FDGB-Erholungsheim „Fritz Reuter“ entstanden, betreuen hier heute  rund 200 Mitarbeiter mehr als 500 Senioren aus der Region. In drei Häusern, die zwischen 1997 und 2007 eröffnet worden sind, befinden sich eine stationäre Pflegeeinrichtung, ein ambulanter Pflegedienst, betreutes Wohnen sowie einige Mietwohnungen. Außerdem gibt es einen behüteten Bereich für an Demenz erkrankte Patienten.

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