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18. November 2017 | 17:07 Uhr

Zippendorfer Ruine hat eine Zukunft

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2013 | 10:42 Uhr

Noch liegt das ehemalige Strandhotel im Tiefschlaf - doch das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Investor Ulf Heyer ist dabei, in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ein neues Konzept für das inzwischen marode Haus zu entwickeln. "Wir haben bereits einen Studentenwettbewerb an der Wismarer Hochschule durchgeführt", sagt Ulf Heyer. "Dabei war das städtische Planungsamt eng eingebunden." Die von einer Jury ausgewählten vier besten Studenten-Ideen hat Heyer auch prämiert. Inzwischen sind die ersten Planungen für das Strandhotel beauftragt. Allerdings - ein Hotel wird das Haus nie wieder. "Wir planen Wohnungen und eventuell ein kleines Restaurant", so Heyer. "Es kommt darauf an, was der Markt zulässt."

Eine Hürde muss der Schweriner allerdings noch nehmen. Noch hat der alte Bebauungsplan seine Gültigkeit. Und der sah ein Multimedia-Hotel vor. "Wir haben aber bereits eine Befreiung vom B-Plan in Aussicht gestellt", sagt Stadtplaner Günter Reinkober. "Das ist möglich, wenn es keine wesentliche Beeinträchtigung öffentlicher oder privater Interessen gibt." Das heißt, dass sich der Investor beispielsweise an die vorgegebenen Baugrenzen halten muss. "Der Bau neuer Häuser hinter und rechts neben dem Gebäude ist aber möglich", so der Amtsleiter.

Ebenfalls zu beachten ist der Denkmalschutz. "In der DDR-Zeit wurde aber schon viel verändert", sagt Reinkober. "Und im Innern haben Unbefugte auch schon randaliert und etliches zerstört." Was, wie und wo am und rund um das einstige Strandhotel passieren darf, wollen Ulf Heyer und die städtischen Baubehörden demnächst abstimmen. Wann die Bauarbeiten losgehen können, ist derzeit noch unklar.

Die österreichische Firma Alpha Bau Management hatte das leer stehende Strandhotel erworben und wollte es zu einem modernen Multi-Media-Kongresszentrum ausbauen. Bereits 2003 sollte Baustart für die 27-Millionen-Euro-Investition sein. Doch es ging nicht voran. 2008 versprachen die damaligen Investoren, bis zur Bundesgartenschau den Hotelbetrieb mit einer Mini-Variante wieder aufzunehmen. Doch es geschah nichts. Im Gegenteil: Im Frühjahr 2010 gingen die Österreicher in die Insolvenz. Im Juni 2012 meldete der Zwangsverwalter dann einen Erfolg. Er habe das ehemalige Hotel an einen "sehr seriöser Schweriner Unternehmer", an Ulf Heyer, verkauft. Seitdem bemüht sich der neue Investor um die Entwicklung des Standortes.

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