Hintergrund : Zahlreiche Bauleute kamen in Mafra ums Leben

Ein Teil von Mafra
Foto:
Ein Teil von Mafra

Bis zu 45 000 Arbeiter waren notwendig um den Monumentalbau in Portugal fertigzustellen

von
11. November 2016, 20:00 Uhr

Bis zu 45 000 Arbeiter waren nötig, um den Bau in Mafra fertigzustellen. Die Spezialisten unter ihnen – Architekten, Baumeister, Steinmetze, Drechsler – verdienten gutes Geld. Die anderen hatten ein weniger gutes Schicksal. Sie hausten in einem riesigen Lager rund um Mafra in Zelten und Hütten, gequält von Hitze oder Kälte. Hunderte, wenn nicht Tausende, kamen bei Unfällen ums Leben. Ihr Schicksal hat José Saramago in seinem Roman „Das Memorial“ beschrieben. Das Werk trug mit dazu bei, dass Saramago Portugals bislang einziger Nobelpreisträger für Literatur wurde. Gegen einen vermeintlichen Größenwahn des damaligen Königs sprechen einige erstaunliche Details: Der Thronsaal mit 120 Quadratmetern Größe ist eher klein, verglichen zum Beispiel mit der zehn Mal größeren Bibliothek. Dafür verfügten die Mönche über ein großes Refektorium und glanzvolle Versammlungsräume.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen