Wut bei Jobsuche: Frau tötet 75-jährigen Radfahrer

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11. Februar 2008, 05:18 Uhr

Dessau-Roßlau - Aus Wut über die vergebliche Jobsuche hat eine 52-Jährige aus Sachsen in Beyersdorf (Sachsen-Anhalt) einen Radfahrer mit einem Beil erschlagen. Die Frau habe gestanden, den 75 Jahre alten Mann getötet zu haben, sagte Staatsanwalt Frank Pieper am Montag. Ein Richter ordnete am Nachmittag die Unterbringung der Frau in die geschlossene Psychiatrie an. Die Arbeitslose hatte zuvor ausgesagt, sie habe in dem Mann auf dem Fahrrad einen Konkurrenten um einen Arbeitsplatz gesehen. „Sie kannte ihn aber nicht, er war dort zufällig vorbeigekommen, es hätte jeder sein können“, sagte Pieper.

Die Frau sei am Sonntag mit einem Auto in einem Gewerbegebiet umhergefahren, um nach Stellenangeboten zu sehen. Nach den Erkenntnissen der Ermittler verfolgte sie den Radfahrer mit dem Auto und fuhr ihn gezielt auf einem asphaltierten Feldweg von hinten an. Dann habe sie ihn mit dem Beil erschlagen, das sie aus bislang unbekannten Gründen im Auto bei sich hatte. „Der Mann starb nicht durch den Aufprall auf das Fahrzeug, sondern er wurde mit einem Beil erschlagen, das hat die Obduktion ergeben“, fügte Pieper hinzu.

Die Frau hatte am Sonntagnachmittag die Polizei angerufen und einen vermeintlichen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang gemeldet. Den Beamten bot sich auf dem Feldweg allerdings ein anderes Bild, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte.

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