Wustrow: Schlachtefest trifft Geschmacksnerv

Schwein am Spieß: Das fanden sich schnell sehr viele Hungrige ein.
1 von 4
Schwein am Spieß: Das fanden sich schnell sehr viele Hungrige ein.

von
05. November 2012, 09:41 Uhr

Fleisch, Wurst und Schinken von Fleischermeister Jürgen Schlede aus Lenzen: Dafür steht beim Schlachtefest in Wustrow so mancher Besucher gern zehn, 15 oder auch noch mehr Minuten an. An die 70 Einwohner zählt das Dorf nahe Lanz.

Am Sonnabend strömen Hunderte in den kleinen Ort, darunter auffällig viele Wittenberge. Jürgen Schlede hat sich für einen Augenblick von seiner Kundschaft losgeeist. Er will die Schweineschlachtung, "die ja zu so einem Tag dazu gehört", vorbereiten. Schlede ist gemeinsam mit dem Heimatverein Wustrow und dem Hof Mackel Initiator und Organisator des Schlachte festes: "Besser kann es doch gar nicht laufen", sagt er.

Der Besucheransturm bestärkt die Organisatoren in ihrer Auffassung, dass man das Schlachtefest, das in Lenzen am ersten Wochenende im November über Jahre zu einer festen Tradition geworden war, nicht einfach streichen könne.

"Der Ansturm ist enorm. Wir haben so viel Kuchen gebacken. Ich habe gestern nach der Arbeit auch noch Schmalz ausgelassen", sagen Christiane Saß. Sie als Vorsitzende des Heimatvereins und Helga Schütte als Vorstandsmitglied erzählen, "dass jeder aus dem Verein nach Kräften und Möglichkeiten beim Schlachtefest mitmacht". Das gilt aber nicht nur für die Wustrower. "Es sind eigentlich alle wieder dabei, die auch in Lenzen das Fest zu dem gemacht haben, was es war", sagt auch Schlede.

Ein dickes Lob gibt es von Monika Schulz aus Wittenberge. Sie gehört zu jenen, die zwischen den Ständen mit Äpfeln, Kartoffeln und Kohl, mit Honig und frisch geschlachtetem Geflügel umher schlendern: "Solch einen Markt zu veranstalten, macht jede Menge Arbeit. Gut, dass es immer wieder Leute gibt, die das trotz der vielen Arbeit übernehmen. Hoffentlich bleibt es noch lange so."

Auf Kulinarisches aus der Region haben sich auch Edeltraud und Klaus Hase aus Wittenberge gefreut, als sie sich auf den Weg nach Wustrow machten. Am Stand des Schullandheims Lenzen werden sie fündig. Mit Sülze mit Bratkartoffeln, Grünkohl mit Knacker, Eisbein hat die Küche des Schullandheims den Geschmacksnerv der Leute getroffen. Am Stand hat sich eine lange Schlange gebildet. So mancher nimmt sich wie Familie Hase eine Portion für zu Hause mit. Das Kürbiskompott wird gleich an Ort und Stelle gegessen und in den höchsten Tönen gelobt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen