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16. Dezember 2017 | 02:45 Uhr

Wolfgang Wolf soll Hansa Rostock retten

vom

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2011 | 02:35 Uhr

Am Ende ging alles ganz schnell: Nur 24 Stunden nach der Entlassung von Peter Vollmann präsentierte Fußball-Zweitligist Hansa Rostock am Mittwoch in Wolfgang Wolf dessen Nachfolger auf der Trainerbank. Der 54-Jährige leitete bereits am Nachmittag die erste Einheit in Rostock. Sein Vertrag läuft zunächst bis zum Saisonende und verlängert sich im Fall des Klassenerhalts automatisch um ein Jahr.

„Er hat uns in den Gesprächen mit seiner Art und seinen Vorstellungen vollends überzeugt“, sagte Stefan Beinlich. Der Ex-Profi und Hansa-Manager hatte erst am Montagabend gemeinsam mit Vorstandschef Bernd Hofmann Kontakt zu Wolf aufgenommen. „Er war unser Wunschkandidat und unser erster Ansprechpartner“, betonte Beinlich. Als Nachfolger waren hinter den Kulissen kurzzeitig auch Michael Frontzeck und Ex-Coach Frank Pagelsdorf im Gespräch gewesen.

Fünf Mannschaften in Reichweite

Wolf vermittelte bei seinem ersten Auftritt als Hansa-Trainer die Zuversicht, dass der Klassenerhalt trotz einer katastrophalen Hinrunde mit nur einem Sieg, elf Toren in 17 Spielen und dem vorletzten Tabellenplatz keine Utopie ist. „Es gibt vier, fünf Mannschaften, die noch in Reichweite sind und gegen die wir ab sofort um den Klassenerhalt spielen“, meinte Wolf. Momentan würden der Mannschaft allerdings Leidenschaft und Zweikampfstärke fehlen - ohne diese Tugenden gehe es in der zweiten Liga nicht.
Wolf betreute bis Februar den Drittligisten Kickers Offenbach. In seiner Karriere trainierte der Pfälzer bereits den VfL Wolfsburg, den 1. FC Kaiserslautern, den 1. FC Nürnberg und war auch kurzzeitig in Griechenland bei Skoda Xanthi angestellt.

Freitag gegen Paderborn

Wolfgang Wolf nahm auch Stellung zu den Problem-Fans der Rostocker. „Ihr Verhalten hängt auch von unserem sportlichen Erfolg ab. Wenn die Mannschaft wieder gewinnt, werden sie auch ruhiger“, sagte er. Für den wegen zahlloser Disziplinlosigkeiten suspendierten Kevin Pannewitz sieht Wolf nur noch eine Chance: „Ich werde ihm wohl 2012 eine neue Möglichkeit geben, aber es wird definitiv die letzte sein.“
Gegen den SC Paderborn wird Pannewitz erneut fehlen. Doch auch so sieht Wolf genug Arbeit: „Wenn wir die Köpfe bis dahin frei bekommen, ist am Freitagabend durchaus eine Überraschung drin.“ Zumindest in Sachen Optimismus steht Wolf mit seinem Vorgänger Vollmann auf einer Stufe.

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