"Wohlstand für MV - Klarmachen zum Ändern"

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27. März 2013, 10:53 Uhr

Schwerin/Rostock | Die Piraten in Mecklenburg-Vorpommern setzen die Segel. Unter dem Motto "Wohlstand für MV - Klarmachen zum Ändern" bereitet sich der Landesverband auf den Wahlkampf zur Bundestagswahl im September dieses Jahres vor. "In jedem der sechs Wahlkreise im Land wollen wir einen Direktkandidaten aufstellen", sagte gestern Landesvorsitzender Michael Rudolph gegenüber unserer Redaktion.

Doch die erste Wahl des Direktkandidaten für den Wahlkreis 13 (Ludwigslust-Parchim II, Nordwestmecklenburg II, Landkreis Rostock I) ging am vergangenen Wochenende in Schwerin schief. Der Bewerber konnte nicht die Mehrheit der vier anwesenden Piraten hinter sich bringen. Ob die Wahl nachgeholt wird, steht noch in den Sternen.

Der erste Direktkandidat wurde am vergangenen Wochenende dann doch für den Wahlkreis 12 (Schwerin, Ludwigslust-Parchim I, Nordwestmecklenburg I) bestimmt. Der Schweriner Pflegelehrer Karsten Jagau setzte sich gegen den zweiten Kandidaten, den Ludwigsluster Ingenieur Heiko Böhringer, durch. Jagau steht für ein Thema, das man nicht unbedingt auf der Agenda der Piraten im Nordosten vermutet - der demographische Wandel in der Gesellschaft und die Pflege hilfebedürftiger Menschen. "Ohne Aufwertung der Pflegeberufe können wir die kommenden Probleme nicht meistern", so Jagau, der seit Jahren im Ortsbeirat der Schweriner Altstadt arbeitet.

In den beiden Wochenenden nach Ostern wollen die Piraten die Kandidaten für die weiteren vier Wahlkreise und für die Landesliste wählen.

"Wir gehen davon aus, dass zumindest der erste auf der Landesliste den Einzug in den Bundestag schafft", zeigte sich Rudolph optimistisch. Dazu müsste seine Partei allerdings die Fünf-Prozent-Hürde überwinden, und danach sieht es derzeit zumindest nicht aus. Umfragen sehen die Piraten bei drei Prozent. Aber immerhin sitzen sie in vier Landtagen.

In Mecklenburg-Vorpommern, wo die Partei nach ei genen Angaben etwa 500 Mitglieder hat, ist sie allerdings nicht im Schweriner Parlament vertreten. Das einzige Mandat in einer Kreis- oder Stadtvertretung hatte sie bislang in Greifswald erobert. Leider war der Erfolg in der Hansestadt nicht von Dauer. Matthias Bahner wurde aus der Partei ausgeschlossen, weil er von 2003 bis 2004 NPD-Mitglied war.

Daraus habe die junge Partei gelernt. "Jeder Kandidat, der für uns zur Bundestagswahl antritt, muss über seine politische Vergangenheit Auskunft geben", so Rudolph.

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