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20. November 2017 | 08:55 Uhr

Wo sind die Millionen?

vom

svz.de von
erstellt am 12.Nov.2011 | 03:56 Uhr

Berlin | Die hoch verschuldeten Bundesländer und ihre Pensionsfonds sind noch mit mindestens 466 Millionen Euro in Krisenstaaten wie Griechenland, Italien und Spanien investiert. Unangefochtener Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen, dessen Pensionsfonds für Landesbeamte 220 Millionen Euro in griechischen Staatsanleihen angelegt hat. Zu möglichen Anlagen in Italien, Spanien oder anderen Ländern schweigt das Finanzministerium in Düsseldorf.

Im dreistelligen Bereich liegt auch noch das Engagement Sachsen-Anhalts: Aktuell hat das Land nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro in Italien und Spanien angelegt. Nach Angaben des Finanzministeriums trennte sich das Land zuletzt im großen Stil von italienischen Staatsanleihen, zugleich erhöhten die Fonds für Pensionen und Altlasten-Sanierung aber ihr Engagement in spanischen Papieren.

Der Versorgungsfonds für Pensionen von Beamten und Richtern in Brandenburg enthält nach Angaben des Finanzministeriums irische Staatsanleihen mit einem Volumen von 5 Millionen Euro. Dies sei vergleichsweise wenig, betont ein Sprecher. Allein 2012 seien 216 Millionen Euro in den Fonds gesteckt worden.

Mecklenburg-Vorpommern setzt nach eigenen Angaben bei der Absicherung von Pensionsansprüchen auf deutsche Anleihen. "Solide Finanzpolitik bedeutet für mich auch, keine riskanten Anlagegeschäfte zu tätigen. Daher hat sich die Landesregierung mit der Einrichtung des Pensionsfonds im Jahr 2008 bewusst für eine konservative Anlagestrategie entschieden", sagt Finanzministerin Heike Polzin (SPD).

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