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18. November 2017 | 15:14 Uhr

Wissenswertes über den Fisch der Superlative

vom

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2013 | 09:50 Uhr

Aussehen: Der Baltische oder auch Europäische Stör gehört zur Gattung der Störe (Acipenser). Die Gestalt des Baltischen Störs ist haiförmig, die Rückenflosse ist weit nach hinten verlagert. Seine Kennzeichen sind das langezogene Maul, die helle Färbung und die Knochenplatten. Das letzte Merkmal charakterisiert ihn als Urzeitfisch. Bei jüngeren Fischarten werden stattdessen Schuppen ausgebildet.

Herkunft: Noch im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Störe in der Nordsee und der Ostsee, im Atlantik und den dorthin mündenden Strömen wie Rhein, Elbe und Weichsel. Die wachsende Umweltzerstörung, Flussbegradigung, Schifffahrt und Überfischung rotteten den Stör in Deutschland überall aus.

Nahrung: Ihre Nahrung nehmen Baltische Störe am Gewässerboden auf. Sie besteht hauptsächlich aus verschiedenen Würmern, Weichtieren, Krebsen (Garnelen, Strandkrabben, Flohkrebsen) sowie Mückenlarven und kleinen Fischen.

Rekordverdächtig: Der Stör ist der größte europäische Wanderfisch - ein Wanderer zwischen Flüssen, Seen und Meeren und in Anbetracht seiner erdgeschichtlichen Überdauerung auch ein Wanderer zwischen den Welten. Als vor über 200 Millionen Jahren nachgewiesenes Urtier gilt er auch als lebendes Fossil. Er zählt wegen seines Kaviars, auch "Schwarzes Gold" genannt, zu den teuersten Fischen der Welt. Er kann, wenn man ihn lässt, auf eine Länge von bis zu acht Metern heranwachsen und wird damit zum größten Süßwasserfisch. Schließlich weist er auch ein beeindruckendes Lebensalter auf. Hundert Jahre alte Exemplare wurden schon nachgewiesen.

Situation heute: Die heute bekannten 27 Störarten sind fast alle gefährdet beziehungsweise vom Aussterben bedroht. In vielen Fällen ist das Überleben nur noch durch die Aufzucht in Aquakulturen möglich. Damit der Baltische Stör in der Ostsee wieder heimisch wird, gibt es einige Ansiedlungsprogramme.

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