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Bürgermeisterin : „Wir konnten die Einwohnerzahl verdoppeln“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeisterin Dr. Verena Schöne im Gespräch

Wie würden Sie Ihre Gemeinde grob beschreiben?

Schöne: Anfang der 1990er-Jahre, also nach der Wende, haben wir uns als Kommune neu aufgestellt und ausgerichtet. Bis dahin war die Gemeinde Rövershagen mit ihren Ortsteilen vor allem forst- und landwirtschaftlich geprägt. Aber das finden wir hier heute kaum noch. Bei der Neuausrichtung haben wir darauf gesetzt, dass wir ein guter Wohnstandort sind und dass wir uns als solcher entwickeln wollen. Das hat sich auch bezahlt gemacht.

Inwiefern?

Wir konnten die Zahl unserer Einwohner verdoppeln. Im Jahr 1994 lag die Zahl bei etwa 1460 Menschen, jetzt leben hier zirka 2800 Einwohner. Das konnten wir dadurch erreichen, dass wir für diese Entwicklung auf Wohnungsbau gesetzt haben. Und was man als guter Wohnstandort braucht, ist letztendlich auch hier vorhanden.

Und Rövershagen als Gewerbestandort zu etablieren, war nie ein Thema?

Nein. Dafür haben wir keine Vorteile zu bieten wie beispielsweise Autobahn- oder Hafenanbindung. Man muss halt schauen, welche Standortvorzüge man hat. Und als Wohnstandort können wir die Nähe zur Ostsee, die Rostocker Heide als Erholungsgebiet und kulturell mit der Nähe zu Rostock punkten.

Als Wohnstandort müssen auch bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Wie sieht es mit der Infrastruktur in der Gemeinde aus?

In den vergangenen 25 Jahren ist es uns gelungen, in der Gemeinde alles anzusiedeln, was man für das tägliche Leben benötigt. Wir haben Einkaufsmärkte plus ein Kaufhaus und wir haben zwei Zahnärzte, eine Ärztin und Apotheke sowie eine Tierarztpraxis in der Gemeinde. Somit ist das Thema Gesundheit hier gut abgedeckt. Und auch im Bereich Dienstleistung ist im Grunde alles da.

Und wie sieht es im Bereich Schule und Kinderbetreuung aus?

Diesbezüglich ist alles da. Wir haben eine Krippe, einen Kindergarten, Hort und wir sind Träger einer Grundschule. Zudem haben wir seit 1993/94 die Europaschule mit Gymnasialteil in Rövershagen. Von der Krippe bis zum Abitur ist der Weg also gesichert.

Und wie sieht es mit dem Bedarf aus? Ist der gedeckt?

Wir bauen gerade ein neues Hortgebäude. Denn der Bedarf an Plätzen ist mit den Jahren definitiv gestiegen. Allein in den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der betreuten Kinder bei Krippe, Kita und Hort von 89 auf 299 gestiegen. Deshalb planen wir auch einen Schulneubau und wir wollen bei der Grundschule anbauen.

Wie kommt es zu dieser Steigerung des Bedarfs?

Das ist eine kontinuierliche langsame Entwicklung gewesen, da wir mehrere Wohngebiete erschlossen haben.


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