Splitter : Wir in Plaaz

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16. November 2015, 09:58 Uhr

Geschäftsführerin Ira Denkhaus mit Stute Fashion Girl.
Geschäftsführerin Ira Denkhaus mit Stute Fashion Girl.

„Ich bin ein Westimport“: von Köln nach Plaaz

Vor nunmehr 17 Jahren kehrte Ira Denkhaus der Metropole Köln den Rücken, um in Plaaz heimisch zu werden. Anfangs mit gerade einmal fünf Pferden und einem Reitplatz gestartet, ist daraus inzwischen ein zweizügiges Unternehmen – Kempkehof und  ID  Premium Horses – mit neun Mitarbeitern geworden. Nachdem sich die heute 46-Jährige aus dem Deckgeschäft zurückzog, weil die Schere zwischen Kosten und Einnahmen einfach zu groß geworden war, widmet sich Ira Denkhaus nun dem internationalen Handel mit Sportpferden. „Plaaz ist dafür ein idealer Standort, auch wenn viele das gar nicht vermuten würden“, sagt die ehemalige Dressurreiterin und fügt hinzu: „Die Kupfer- und Selenwerte sind hier perfekt für die Aufzucht, die Weite ist toll und die Anbindung ist günstig.“ Für Plaaz würde sich „Westimport“ Ira Denkhaus immer wieder entscheiden, nur die Integration in die Gemeinschaft dauerte seine Zeit. „Plaaz hat keine Schulen und keine Einkaufsmöglichkeit, da kommt man schlecht in Kontakt“, sagt sie. Für die Zukunft seien aber auch wieder Veranstaltung für die Dorfgemeinschaft geplant.

Großes Lob für die Ehrenamtler

Auf die Frage, wer ihm  auf Anhieb auf der Grundlage seines ehrenamtlichen Engagements in der Gemeinde einfallen würde, hat Bürgermeister Holger Büttner gleich mehrere Namen parat. „Als erstes denke ich da an Sieglinde Fakundiny. Sie kümmert sich um das Feuerwehrhaus in Plaaz, schaut hier jeden Morgen nach dem Rechten. Wenn sie das irgendwann nicht mehr macht, wüsste ich nicht, wer das übernehmen würde“, sagt der Gemeindechef. Auch denke er an Heino Pieper aus Wendorf. Der habe nämlich unlängst – ohne Anfrage – Bänke für die Bushaltestelle gebaut.  Matthias Nickel hat indes den ganzen Sommer über den Weg in Spoitgendorf gemäht. „So hatte unser Gemeindearbeiter Zeit für andere Aufgaben“, resümiert Holger Büttner, der auch weiß, dass es ohne Gerd Hamann und Waltraud Lenz vom noch jungen  Verein Recknitz-Niederung bald keine Seniorenbetreuung mehr in Spoitgendorf gegeben hätte.

Den Traum vom Job in der Heimat erfüllt

Der Heizungsbaumeister René Aring stammt gebürtig aus Tolzin  – nach der Ausbildung standen für ihn genau zwei Dinge fest: sich selbstständig machen und in der Region bleiben. Beide Wünsche konnte sich der heute 43-Jährige in Plaaz erfüllen. Hier, wo ehemals ein in die Jahre gekommener Kuhstall stand, ist inzwischen sein Zuhause geworden. Mit seiner Firma für Heizung, Sanitär und Solar arbeitet er von Plaaz aus MV-weit und wohnt sogar über dem Firmensitz. An seinem Job liebt er besonders die Vielfalt und die Verbindung zwischen Technik und Mensch.

Heizungsbaumeister René Aring.
Heizungsbaumeister René Aring.
 
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