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Ortsbeiratsvorsitzender : „Wir haben Heide, Ostsee und Strand“

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Ortsbeiratsvorsitzender Jürgen Dudek (Rostock Bund)

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 15:34 Uhr

Was macht für Sie den Reiz von Markgrafenheide aus? Markgrafenheide besticht durch seine einzigartige Natur, deren Pfund die Kombination von Ostsee, Strand und Rostocker Heide ist. Manchmal weiß man diese Schönheit als Bewohner fast gar nicht mehr zu schätzen, weil es für uns selbstverständlich ist.  Aber die vielen Gäste bringen einen immer wieder darauf. Und das sollten sich auch alle vor Augen halten, die hier in Markgrafenheide leben.

Haben Sie persönlich Lieblingsplätze?
Natürlich. Die  Küste, die Rostocker Heide und mein Garten nahe der Ostsee.

Markgrafenheide war zu DDR-Zeiten teilweise militärisches Sperrgebiet? Wie war das?
Man hat es einfach akzeptieren müssen in der Zeit des Kalten Krieges. Um so erfreuter waren wir, dass sich die zugänglichen Flächen vergrößert haben. Zum Beispiel, dass aus dem ehemaligen Munitionslager die Pilzproduktion geworden ist.

Wo sehen Sie die Schattenseiten im Ort, was fehlt bei der Infrastruktur?
Ein Geldautomat fehlt einfach. Der seit zwei Jahren praktizierte mobile Service der Ospa in den Sommermonate ist zu wenig. Auch die Präsenz der Deutschen Post fehlt und ein Gemeindearbeiter, der im Auftrag der Stadt für Sauberkeit im Ort sorgt. Zum Glück gibt es seit 2010 einen Supermarkt. Es hat Mitte der 90er-Jahre viele Gespräche gegeben, um die Buslinie 18 ganzjährig zu etablieren.

Gibt es konkrete Projekte, die der Ortsbeirat Markgrafenheide aktuell verfolgt?
Wir wünschen uns eine Anbindung des Strandresorts an den Nahverkehr, außerdem die Optimierung der Bushaltestellen. Wir möchten keine Ferienwohnungen mehr.

Wie ist die Situation der Gartenanlagen?
In puncto der Kleingartenanlagen wünsche ich mir, dass die Hansestadt Rostock ihre Klagewut gegenüber den Kleingärtnern zügelt. Zurzeit hat sie eine Kündigungsklage von Parzellen der Anlage „Erlengrund“ eingereicht. Das betrifft elf Kleingärten. Die Stadt möchte die Flächen als Bauland veräußern.

Wie steht es um Angebote für junge Familien?
Angebote für junge Familien sind mir nicht bekannt. Wir haben lediglich in Hohe Düne die Kita Dünennest, aber ohne eine Schule haben junge Familien von der Infrastruktur gesehen, kaum Interesse, nach Markgrafenheide zu ziehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Seit Jahren wünschen wir uns eine Anlage für betreutes Wohnen oder ein Pflegeheim, damit Markgrafenheider auch im Alter nicht wegziehen müssen. Platz dafür wäre im Ortszentrum vorhanden. Das Umfeld bietet sich einfach dafür an. Warum so etwas nicht realisiert wird, können wir alle nicht nachvollziehen. Auch eine zügige Sanierung der ehemaligen Kasernen und heutigen Wohnhäuser in der Albin-Köbis-Straße steht auf der Wunschliste und hat ja auch schon teilweise angefangen. Außerdem hätten wir  gern eine Abstimmung der Fahrpläne der Rostocker Straßenbahn AG – das betrifft die Linien 17 und 18 – mit der Fähre Hohe Düne. Der Schienenersatzverkehr auf der Warnemünder Seite ist unbefriedigend für die Bewohner östlich des Seekanals.

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