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23. November 2017 | 18:05 Uhr

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vom

svz.de von
erstellt am 17.Mär.2012 | 03:45 Uhr

Die zweite Phase des Readerscans der SVZ wird vorbereitet. Warum wir die Lesertest-Studie machen und welche Ergebnisse wir daraus gezogen haben, erklärt Dieter Schulz, Chefredakteur der SVZ im Interview.

Warum hat sich die SVZ für den Readerscan entschieden?

Journalisten machen die Zeitung ja nicht für sich selber, sondern für ihre Leser. Dazu brauchen wir Informationen, was unsere Leser interessiert. Deswegen haben wir uns für dieses moderne Forschungsverfahren entschieden. Ich sehe Readerscan als wissenschaftliche Ergänzung zu unserer täglichen Themenfindung, den Gesprächen mit Lesern und der Vor-Ort-Recherche.

Die erste Welle des Readerscans ist ausgewertet. Welche Schlüsse haben Sie gezogen?

Readerscan hat klar gesagt: Das Wichtigste für eine gute Tageszeitung sind gute Geschichten. Spannende Storys, lebendige Menschen - und dies ist auch der Schwerpunkt unserer Arbeit. Das beginnt bei der Themenfindung, bei der Entwicklung der journalistischen Idee und endet bei der Umsetzung im Blatt. Der zweite Aspekt, den Readerscan sehr deutlich aufgezeigt hat, ist der gesamte Komplex der Leserführung. Wie übersichtlich sind die Seiten aufgebaut, wo fällt der Blick sofort hin? Auch da haben wir eine ganze Menge verändert. Die Tendenz geht hin zu größer aufgefassten Personen, weg vom Übersichtsfoto. Gesichter im Fokus, Gestik, Mimik, Emotionen - all das sind Sachen, die wir jetzt wesentlich bewusster verfolgen.

Wie haben die Redakteure auf Readerscan reagiert?

Ich gebe es zu, am Anfang waren einige Kollegen skeptisch. Als dann jedoch tagtäglich die Beachtungsquoten für Beiträge und Themen auf dem Tisch lagen, haben sich alle darauf gestürzt. Es hat sich gezeigt, dass die Kollegen das Instrument sehr gern angenommen haben, weil es eben zum ersten Mal eine wirklich direkte und unmittelbare Rückkopplung auf die eigene Arbeit zugelassen hat. Das fanden wir alle sehr spannend. Daher freue ich mich schon auf die zweite Welle.

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen?

In erster Linie hoffe ich natürlich, dass der SVZ-Qualitätscheck ein weiterer Baustein zu einer noch besseren Tageszeitung ist, die sich durch ihre Glaubwürdigkeit, ihre Verlässlichkeit und durch ihre Unabhängigkeit auszeichnet.

Natürlich hoffe ich, dass die Leser unsere bisherigen Anstrengungen honorieren und bestätigen, dass wir tagtäglich versuchen, nicht nur das Hirn, sondern auch das Herz unserer Leser zu erreichen.


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