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25. September 2017 | 19:06 Uhr

Winterdienst rüstet auf

vom

svz.de von
erstellt am 09.Nov.2011 | 09:47 Uhr

Prignitz | Der Landkreis plant in den zwei kommenden Jahren die Reparatur von rund zehn Straßen. Darüber informierte Günther Stoffers, Leiter der Kreisstraßenmeisterei, Dienstagabend die Abgeordneten des Werksausschusses. Welche Maßnahmen wirklich umgesetzt werden können, hänge von den Fördermitteln des Landes ab. Und in diesem Punkt gibt es ein großes Fragezeichen.

Das Land habe Kreisen angeboten, Landesstraßen zu übernehmen und versüßt dieses Angebot mit hohen Förderzusagen. "Solche Straßen müssen binnen zwei Jahren ausgebaut werden und die Kreise erhalten dafür nicht 75, sondern eine 90-prozentige Förderung", erklärte Stoffers. Da aber der Fördertopf nicht aufgestockt wurde, bleibe das Land zurückhaltend mit seinen Zusagen, wolle erst abwarten, welche Kreise dieses Angebot nutzen.

Die Prignitz habe kein Interesse, betonte Stoffers. Langfristig würden Mehrkosten entstehen, beispielsweise durch den Winterdienst. Und auch ohne neue Straßen warte auf die Meisterei genügend Arbeit: 150 der insgesamt 313 Kilometer müssen noch repariert werden.

Bewilligt sind Mittel für die Ortsdurchfahrt Laaske, die 2012 mit rund 200 000 Euro im Plan steht. In Abhängigkeit von der weiteren Bewilligung sollen im nächsten Jahr ebenfalls die Ortsverbindungen Gandow-Wustrow und Netzow-Bendelin sowie die Ortsdurchfahrt Krüssow saniert werden. Ganz wichtig sei der Knotenpunkt an der B 5 nach Kleinow. Für das Jahr 2013 sind die Ortsdurchfahrten Berge, Kleinow, Lockstädt sowie der zweite Bauabschnitt bei Gandow geplant. Pro Jahr hat der Kreis rund 3,5 Millionen Euro für die Maßnahmen einkalkuliert.

Veränderungen bei den Straßenbaulastträgern sind in der Region absehbar, so Stoffers. Entschieden sei, dass die Ortsdurchfahrt Kuhbier nach Fertigstellung der Umgehung zur Kreisstraße, voraussichtlich 2013, herabgestuft werde. Die alte B 189 zwischen Groß Pankow und Kuhbier und weiter bis nach Pritzwalk würde ebenfalls zur Kreisstraße. Das seien rund sieben Kilometer.

Die bisherige Kreisstraße vom Bahnhof Rohlsdorf bis zur Ortslage Rohlsdorf/B 189 wird die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) und den Abschnitt Wilmersdorf-Neu Krüssow die Stadt Pritzwalk übernehmen.

Investiert hat der Eigenbetrieb in seine Technik für den Winterdienst. So habe sich beispielsweise der Solesprüher bewährt, zwei weitere sollen ausgeliehen werden. "Ihr Einsatz entlastet uns enorm", so Stoffers. Statt alle acht Fahrzeuge müssten nur drei fahren, die wesentlich schneller unterwegs seien. Die Sole wirkt sofort, die Reichweite der Fahrzeuge liege bei 100 Kilometern. Streufahrzeuge müssten bereits nach 60 Kilometern umkehren und nachladen.

Die Sole werde hauptsächlich bei Reifglätte, überfrierender Nässe oder leichtem Schneefall eingesetzt. Ihre Wirkung halte bis etwa minus fünf Grad an. "Das ist genau der in unserer Region vorherrschende Temperaturbereich", sagt Stoffers.

Im vergangenen Jahr sei der Winterdienst an 60 Tagen im Einsatz gewesen, davon mehrere Wochen rund um die Uhr. Die Kosten hätten sich fast verdreifacht, lagen bei 624 000 Euro. In diesem Jahr stünden noch 250 000 Euro zur Verfügung, bisher gab es zu Jahresbeginn nur wenige Einsätze.

Eingelagert hat die Kreisstraßenmeisterei 1200 Tonnen Salz - mehr Vorrat als in den Vorjahren. "Da Autobahnmeistereien und Landesbetriebe zuerst beliefert werden, gab es im vergangenen Winter Engpässe und Wartezeiten. Deshalb haben wir vorsorglich mehr eingekauft", begründet Stoffers.

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