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19. November 2017 | 15:27 Uhr

Wieder Leben einhauchen

vom

svz.de von
erstellt am 29.Mär.2012 | 08:00 Uhr

Die FDP kann einem fast schon leidtun. Natürlich kann man über staatliche Hilfen für eine Schlecker-Auffanglösung trefflich streiten. Wahrscheinlich spricht aus wirtschaftlicher Vernunft sehr viel mehr gegen als für die durch Steuerzahler-Millionen abgesicherten Transfergesellschaften. So verdiente das Veto der Liberalen gegen die geplanten Landesbürgschaften eigentlich Lob und Anerkennung. Wären da nur nicht die Umstände der Entscheidung. Die FDP siecht zuletzt bei Landtagswahlen im Promille-Bereich dahin. Ein Rezept gegen das drohende Ableben war nicht erkennbar. Nun soll also die Rückbesinnung auf die marktwirtschaftlichen Wurzeln den Freidemokraten wieder etwas Leben einhauchen. Keine besonders originelle Strategie, doch in der Not ist jedes Mittel recht. Weitaus glaubwürdiger würde dieser Schwenk allerdings wirken, hätten die Liberalen nicht in der schwarz-gelben Regierung ein ums andere Mal ordnungspolitischen Sünden mitgetragen und sich längst von ihren eigenen ökonomischen Prinzipien verabschiedet. Jetzt sehen sie sich dem Vorwurf ausgesetzt, sich auf den Rücken der Schwächsten, der vor der Arbeitslosigkeit stehenden Schlecker-Beschäftigten profilieren zu wollen.

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