Wie verhalte ich mich richtig?

11. Januar 2013, A 92 bei Freising: Ein 80-Jähriger rast im Abstand von 500 Metern in zwei Autos. Er stirbt, drei Menschen werden verletzt.
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11. Januar 2013, A 92 bei Freising: Ein 80-Jähriger rast im Abstand von 500 Metern in zwei Autos. Er stirbt, drei Menschen werden verletzt.

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18. Januar 2013, 08:12 Uhr

Ein Falschfahrer auf der Strecke ist wohl für jeden Autofahrer die größte Angst. Der jüngste Fall einer Geisterfahrerin auf der Autobahn 14, wirft erneut Fragen auf. Wie verhalte ich mich in so einer Gefahrensituation richtig? Christian Schäfer, Technik- und Verkehrschef vom ADAC Hansa, erlärt im Interview mit Nadja Hoffmann, was alles zu beachten ist.

Wann und warum passieren die meisten Falschfahrten?

Nach statistischen Untersuchungen des ADAC sind die meisten Falschfahrer an den Wochenenden unterwegs, speziell in den Nacht- und Morgenstunden. Wobei das Risiko, auf einen Geisterfahrer zu treffen, am Sonntag noch höher ist, als samstags. Ursachen für die Falschfahrten sind häufig schlechte Sicht gepaart mit schlechter Witterung und nachlassender Konzentration beim Autofahrer. Die Auswertungen haben auch ergeben, dass die Zahl der Geisterfahrer in den neuen Bundesländern geringer ist, als in den alten. Im Osten Deutschlands sind die Autobahnen nach aktuelleren Richtlinien gestaltet. Die Auffahrten und Beschilderungen sind viel moderner.

Was tun, wenn sich ein Geisterfahrer auf meiner Strecke befindet?

Ganz wichtig ist, dass im Radio der Verkehrsfunk eingeschaltet ist. Wenn sich ein Geisterfahrer auf der Fahrbahn befindet, sollte ich als Autofahrer die Geschwindigkeit drastisch reduzieren, äußerst rechts fahren und nicht überholen. Zudem sollte ich den Standstreifen immer im Auge behalten, so dass bei Fahrern, die bewusst falsch fahren, die Möglichkeit besteht, nach rechts auszuweichen.

Was tun, wenn ich falsch abbiege und selbst zum Geisterfahrer werde?

Wenn man mitbekommt, dass man falsch auf die Autobahn gefahren ist, sollte man sich auf jeden Fall weit rechts halten. In keinem Fall darf gewendet oder auf den links liegenden Standstreifen gefahren werden. Das Auto sollte so dicht wie möglich an der Mittelleitplanke halten, mit vollem Warnlicht an. Der Fahrer sollte das Auto verlassen und sich zwischen die Mittelleitplanken stellen. Weiter ist sofort die Polizei zu rufen, damit sie die Gefahrenstelle sichern können.

Wie lässt sich die Gefahr der Geisterfahrer generell verringern?

Der ADAC unterstützt die Forderungen, dass gut sichtbare Warnhinweise in leuchtenden Neonfarben an den Auf- und Ausfahrten der Autobahnen stehen sollten. In Bayern wurde ein Pilotprojekt nach österreichischem Vorbild gestartet. Noch kann man keine genauen Ergebnisse veröffentlichen, ob die Schilder wirklich helfen, doch die Tendenzen sehen positiv aus. Viele Kommunen haben bereits ihre Auf- und Abfahrten mit Richtungspfeilen versehen. Auch das ist eine zusätzliche Alternative. Es wurden auch Ideen geäußert, die Reifen falsch fahrender Autos aufzuschlitzen. Das liegen gebliebene Auto wäre einerseits ein Hindernis auf der Ausfahrt. Auf der anderen Seite sind die Metalleinbauten besonders bei feuchter Witterung gefährlich für Motorradfahrer und würden zudem die Kosten sprengen.

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