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Kommentar von Mayk Pohle : Wie nun weiter im östlichsten Teil des Kreises Lüneburg?

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erstellt am 21.Jul.2015 | 13:10 Uhr

Es war die Beerdigung erster Klasse mit Ansage. Niemand im Amt wird überrascht sein über das, was sich da gestern in der Ritterakademie in Lüneburg ereignet hat. Es gab auch schon vorher klare Worte von allen Seiten, wenigstens das haben die Parteien und ihre Vertreter am Ende hinbekommen. Gestern ist kein Projekt zu Grabe getragen worden, nein, es wurde vor allem ein Traum beerdigt. Der Traum vom Anschluss an den Mutterkreis, der Traum von einer kleinen Vollendung der deutschen Einheit, der Traum von einer aufblühenden Region. Denn trotz des Fährbetriebes, trotz aller Beteuerungen über Verbesserungen, das Amt Neuhaus bleibt nun ein Anhängsel des großen Westkreises.

Dabei ist die Entscheidung, die gestern gefällt wurde, sachlich durchaus zu verstehen. Was sollte denn der Irrsinn, einem Landkreis so ein Projekt aufzuhalsen? Genauso irrsinnig war es aber auch, die feste Elbverbindung ausgerechnet direkt auf die Grenze zweier Westkreise zu planen. Nein, im Zuge der Beitrittseuphorie, gemeint ist hier das Bekenntnis der Neuhauser zu Lüneburg, hat man geglaubt, die Brücke schon irgendwie hinzubekommen. Viel zu lange. Nur 300 Meter weiter elbabwärts geplant müssten wir heute über die ersten Sanierungsarbeiten an der Elbbrücke schreiben, weil es die schon lange gäbe. Diese Verbindung in Deutschland hätte zu den Verkehrsprojekten der Deutschen Einheit gehören müssen. Nur das wäre sinnvoll gewesen.

Nun aber müssen sich alle Beteiligten überlegen was werden soll. Sollen die Schüler, soll jede Mülltonne weiter über den Fluss gekarrt werden in der Hoffnung, dass die Fähren fahren können. Wie steht es mit den Ansiedlung von Betrieben? Oder brauchen wir etwa eine erneute Abstimmung über die Rückkehr zu Mecklenburg, um dann vielleicht mit Lübtheen eine neue Region zu bilden. All das und einiges mehr gehört auf die Tagesordnung. Der 20. Juli 2015 wird für die Neuhauser für immer ein trauriger Tag bleiben.

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