Wie man Datenträger richtig pflegt

Ein Meer aus Daten: Damit wichtige Informationen mit der Zeit nicht untergehen, ist pfleglicher Umgang mit den Silberscheiben angesagt. (Bild: Remmers/dpa/tmn)
Ein Meer aus Daten: Damit wichtige Informationen mit der Zeit nicht untergehen, ist pfleglicher Umgang mit den Silberscheiben angesagt. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

Ob Festplatten oder CDs - Speichermedien fungieren heutzutage als digitales Gedächtnis. Doch jeder Datenträger ist von begrenzter Haltbarkeit. Ein pfleglicher Umgang kann aber die Haltbarkeit verlängern. Mit diesen Tipps machen Datenträger auch morgen noch eine gute Figur.

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06. Mai 2009, 07:53 Uhr

Berlin/München (dpa/tmn) - Optische Speichermedien wie CD, DVD oder Blu-ray halten laut Herstellerangaben bis zu 50 Jahre, Festplatten und Flashspeicher wie in Speicherkarten oder USB-Sticks bis zu zehn Jahre. Vor allem der Lagerort, das Lagerklima und die Sorgfalt des Nutzers wirken sich auf die Lebensdauer der Datenträger aus. Festplatten etwa sind mechanische Produkte mit beweglichen Teilen, die natürlichem Verschleiß ausgesetzt sind. Stürze und das Bewegen während des Betriebs sollten vermieden werden.

Für die Langzeit-Archivierung sind Festplatten zudem ungeeignet. «Sie sollten regelmäßig eingeschaltet und kurzzeitig betrieben werden, sonst drohen die Flüssigkeit in den Lagern auszutrocknen», sagt Karl Fröhlich vom Online-Magazin speicherguide.de in München. Den im Kern aus Elektronik bestehenden USB-Sticks und Speicherkarten macht das Herunterfallen hingegen prinzipiell nichts aus. Flüssigkeiten, hohe Luftfeuchtigkeit und starke elektromagnetische Felder mögen dagegen sowohl Festplatten als auch Flashspeicher nicht.

Silberscheiben vor Sonneneinstrahlung schützen

Der Hauptgrund dafür, dass beim Flashspeicher Daten verloren gehen, sei nicht technischer Natur, heißt es beim Speichermedien-Hersteller Verbatim in Eschborn bei Frankfurt: «Mitunter fehlt Nutzern schlicht die Geduld, bis zum Ende des Speicherprozesses zu warten. Häufig wird der der Stick oder die Karte zu früh aus dem Computer entfernt», erklärt Verbatim-Sprecherin Maria Csilics.

Die nach wie vor weit verbreiteten optischen Datenträger, CDs und DVDs etwa, sind nicht mit weniger Sorgfalt zu behandeln. Ultraviolettes Licht mögen die Scheiben gar nicht. «Es trägt dazu bei, dass sich die empfindliche Schicht, in der die Daten gespeichert sind, zersetzt», erläutert Maria Csilics. Außerdem können stark schwankende Temperaturen den Datenträger verbiegen. Die beste Figur machen Silberlinge, die trocken, dunkel und senkrecht in den handelsüblichen Kunststoff-Hüllen gelagert werden.

Reinigung mit Mikrofasertüchern

Mit Aufklebern lässt sich Selbst-Gebranntes zwar aufhübschen, durch Temperatureinflüsse können sich die Aufkleber jedoch verziehen - und wiederum die Scheibe verbiegen. Zum Verschönern sollte die sogenannte LightScribe-Technik eingesetzt werden, rät Experte Fröhlich. Dabei verziert der Brenner selbst den Silberling. «Laufwerke, die das können, kosten inzwischen nicht mehr viel Aufpreis.» Stifte kämen nur in Frage, wenn sie keine Lösungsmittel enthalten.

Auch Schweiß von Nutzerhand tut den Scheiben nicht gut. Diese nur am Rand und in der mittigen Öffnung anzufassen, gehört zum ABC der richtigen Nutzung. Zum Reinigen sollten nur fuselfreie Mikrofasertücher benutzt werden. Sinnvoll ist es auch, höherwertige Medien zu kaufen: «Teurere Produkte mit kratzfester Beschichtung halten in der Regel von vorn herein länger», erklärt Peter Knaak, Technikexperte der Stiftung Warentest in Berlin.

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