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25. November 2017 | 01:18 Uhr

Wie Ludwigslust ins Fernsehen kam

vom

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2012 | 10:10 Uhr

Ludwigslust | Mucksmäuchenstill ist es an einem regnerischen Tag im November 2010 auf der Ludwigsluster Prachtstraße. Nur Regisseur Kai Wessels gibt laute Anweisungen, ärgert sich über ein geparktes Auto, das er dort nicht sehen will. Drehpause, die zweite. Als der Autobesitzer endlich auftaucht und wegbraust, folgt Klappe auf Klappe.

"Ausgerechnet Lulu", so der damalige Arbeitstitel des ZDF-Psychokrimis "Mord in Ludwigslust", nimmt Formen an. Wochen zuvor hatten sich Scharen von Bewerbern beim Casting eingefunden, wollten auch im Film mit dabei sein. Dass allerdings Ludwigslust zum Drehort bestimmt wurde, das hatte besondere Gründe

Es gab jemanden im Reigen des Filmteams, der unbedingt wollte, dass die über deutsche Grenzen hinweg als barocke Lindenstadt bekannte Kreisstadt mit ihren schönsten Ecken in Szene gesetzt wird: Drehbuchautor Thomas Kirchner. Der freischaffende, in Berlin geborene und aufgewachsene Autor (Jahrgang 1961), hat eine besondere Affinität zu Ludwigslust. Als NVA-Soldat musste er auf dem Bahnhof in Ludwigslust umsteigen. Auch damals war es mit der Pünktlichkeit der Bahn nicht zum Besten bestellt, so dass Anschlusszüge schon mal verpasst wurden. Die Gelegenheit für Kirchner, sich die Schönheiten der Stadt näher zu betrachten. Daraus wurde eine Liebe, die bis heute angehalten hat.

Trotz Dauerregens und kühler Temperaturen und mit Hilfe von bis zu 30 Helfern am Film-Set verstand es Aufnahmeleiter Daniel Mattig, alle Darsteller im Herbst 2010 bei Laune zu halten.

Auch Mattig hat ein Herz für Ludwigslust: Sein Vater lernte hier seine spätere Ehefrau kennen.


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